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Wahrnehmung, Dynamik und Philosophie

Wahrnehmung, Dynamik und Philosophie

27. Juni 2022

Gerätturnen: Es war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen für das Huchtinger Turntalent Karina Schönmaier. Als Debütantin war sie im Vorjahr im Mehrkampf noch auf Platz 14 gelandet, diesmal wurde sie sogar Achte. „Karina entwickelt sich, wir können zufrieden sein“, sagt ihre Trainerin Katharina Kort. Einerseits. Andererseits patzte die 16-Jährige wie schon zuletzt beim Bundesligawettkampf am Schwebebalken, die 50-Punkte-Marke, die Schönmaier mit Blick auf die Nominierung für den neu zu formierenden Bundeskader ins Visier genommen hatte, wurde deutlich verfehlt (46,900). Doch immerhin lief es in ihrer Paradedisziplin: Beim Sprung zog die junge Bremerin souverän ins Einzelfinale der besten sechs ein und sicherte sich hier nach dem Sensations-Bronze vor einem Jahr diesmal sogar die Silbermedaille. „Das ist ein echter Kracher“, sagt Kort. „Karina hat zwei starke Sprünge gezeigt und perfekt abgeliefert.“

Rhythmische Sportgymnastik: Julia Stavickaja hat aus Bremer Sicht einmal mehr für das Glanzlicht gesorgt. Die Jurastudentin erkämpfte sich in ihrer Paradedisziplin mit den Keulen nach einer perfekt geturnten Übung hinter den starken EM-Teilnehmerinnen Daria Varfolomeev (TSV Schmiden) und Margarita Kolosov (SC Potsdam) die Bronzemedaille. „Julia hat erneut gezeigt, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann,“ freut sich Landestrainer Larissa Drygala über diesen Einzelerfolg. Im Mehrkampf, der aufgrund der Liveübertragung im TV bereits am Morgen um 8.30 Uhr startete, lief es für die Olympiateilnehmerin von Rio 2016 indes zunächst gar nicht nach Wunsch. Nach fehlerhaften Darbietungen mit Ball und Reifen wusste sich Stavickaja aber noch einmal neu zu fokussieren. Mit Keulen und Band erkämpfte sich die 24-Jährige noch zwei Finalplätze und arbeitete sich in der Gesamtwertung des Mehrkampfs noch auf Rang neun vor. Teamkameradin Jule Scheffer (Bremen 1860) turnte nur ihre letzte Übung mit dem Band optimal und errang Platz 14, Andra Günnemann (Eiche Horn) belegte Rang 18.

Leichtathletik: Die Unterbrechung aufgrund einer Unwetterwarnung war so gar nicht nach dem Geschmack von Sandra Dinkeldein. Im Vorlauf über 100 Meter hatte die Werder-Sprinterin mit 11,70 Sekunden noch ihre Saisonbestleistung bestätigt, nach der Zwangspause in den Katakomben des Olympiastadions aber war der Rhythmus dahin. Nach 11,80 Sekunden im Halbfinale war dieser Wettbewerb für die Bremerin beendet. Über 200 Meter verpasste Dinkeldein tags darauf ebenfalls das Finale (24,31 Sekunden). „Sandra war körperlich nicht voll drauf“, sagt Sportwart Andrei Fabrizius. Zuvor war Dinkeldein gemeinsam mit Tatjana Gerbrandt, Theresa Stein und Svea Kittner auch in der 4×100-Meter-Staffel an den Start gegangen. In einem sehr schnellen Zeitfinale lief das Werder-Quartett in 46,16 Sekunden auf Rang elf. Für Schlussläuferin Kittner war es ein ganz besonderes Rennen: Die 29-Jährige beendet mit diesem Auftritt ihre Laufbahn. „Ich bin froh, dass ich hier in diesem Stadion noch einmal dabei sein konnte“, sagt Svea Kittner. „Das ist ein superschöner Abschluss mit einer tollen Atmosphäre und einer guten Zeit.“ Ein wenig Wehmut sei zwar schon dabei, „aber nach zwölf Jahren Leistungssport ist das jetzt der richtige Zeitpunkt für mich.“

Schwimmen: Die TSG Huchting/Blumenthal/Bremen 10 war am Ende einer langen Saison mit vier Staffelstarts bei dieser DM in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark vertreten. Für das vor gut zehn Jahren gestartete Bremer Staffelprojekt sei das eine gute Bilanz, sagt der sportliche Leiter Tobias Bader vor allem mit Blick auf den herausragenden fünften Platz der 4×200-Meter-Staffel der Frauen mit Jennifer-Ruth Proske, Nele Simon, Sara Gäbler und Daria Burmatov, die das Rennen nach 8:59,99 Minuten beendet haben. Getrübt wurde diese Freude indes durch diverse Coronainfektionen im Team. So hatte es bei den Männern über 4×100 Meter bereits im Vorfeld eine Umbesetzung gegeben. Und an den Wettkampftagen selbst waren noch zwei Starterinnen durch erst im Anschluss nachgewiesene Infektionen geschwächt. „Unter diesen Voraussetzungen ist das ein Mega-Ergebnis“, sagt Tobias Bader zum Abschneiden. So erreichte die 4x100m-Freistilstaffel der Frauen in der Besetzung Proske, Emma Jakobsen, Malin Wickmann und Burmatov Platz 14 (4:07,11 Minuten). Die Männerstaffeln, die jeweils von Ezra Aljoscha Thiel, Joshua Runge, Abdol Karim Sabati und Jonas Adrian Gambalat gebildet wurden, belegten die Plätze 18 (4x100m in 3:44,73 Minuten) und 15 (4x200m in 8:23,35 Minuten).

Quelle: Weser Kurier, Sport, 27.06.2022, Seite 21/ Frank Büter

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