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WESER KURIER Artikel: „Ich bin in die Rolle hineingewachsen“

Moritz Deller setzt als neuer Leiter der Volleyballabteilung bei Bremen 1860 auf Zusammenhalt

20. November 2025

17. November 2025 – on Christian Markwort

Herr Deller, die erste Männermannschaft ist als Aufsteiger ziemlich stark in die 3. Volleyball-Liga gestartet – wie fällt Ihre Bilanz als neu gewählter Abteilungsleiter nach den ersten sieben Spieltagen aus?

Moritz Deller: Aus meiner Sicht ist es am Ende wichtiger wie die Saison endet, als wie sie begonnen hat. Die Mannschaft hatte zu Saisonbeginn einige Hürden zu meistern, mehrere Stammspieler waren verletzt und durch die Neuzugänge braucht es immer etwas, bis sich die Mannschaft gefunden hat. Nimmt man die äußeren Umstände dann auch noch dazu, bin ich mit dem Saisonstart sehr zufrieden.

Welche Umstände sprechen Sie genau an?

Die meisten Teams, die auf diesem Niveau spielen, trainieren bis zu dreimal die Woche. Unseren ersten Herren konnten wir erst kurz vor Beginn der Saison eine dritte Trainingszeit ermöglichen. Dazu fehlt es uns, wie vielen anderen Vereinen auch, an Hallenzeiten. Trotz all dieser Umstände haben sich Spieler und Team stets kämpferisch gezeigt und bringen mittlerweile auch mehr gewonnene Sätze und Punkte von den Auswärtsfahrten mit.

Wie kam es dazu, dass Sie das Amt des Abteilungsleiters übernommen haben?

Das war ein Prozess verschiedener Zufälle und Entwicklungen. Durch meine Rolle als Kapitän und längstes Mitglied bei den fünften Herren habe ich nach Ende von Corona einen großen Teil der Aufgaben übernommen, also Spielerpässe beantragen, das Training leiten oder der Ansprechpartner für die Spieler sein. Durch diese Tätigkeiten und meine offene Art haben ich immer mehr Funktionäre und Trainer im Verein kennengelernt und irgendwann kamen Sebastian Stern und Axel Thuernagel mit der Anfrage auf mich zu, ob ich mir vorstellen könne, den Posten zu übernehmen. Man könnte also sagen, dass ich in diese Rolle hineingewachsen bin und mich langsam über verschiedene Stationen herangetastet habe.

Viel Verantwortung – wer hat Ihnen denn zum Anfang dabei geholfen?

Mit Axel Thuernagel, der sich in dieser Zeit zu einer Art Mentor für alle möglichen Vereinstätigkeiten und organisatorischen Angelegenheiten oder Fragen entwickelt hat, habe ich die Bachvolleyballabteilung drei Jahre lang geleitet. Als dann Mitte 2025 die Position der Abteilungsleitung beim Volleyball vakant war, hat es mich in den Fingern gejuckt, diese Position zu übernehmen.

Welche Aufgaben haben Sie mit diesem Amt übernommen?

Im Großen und Ganzen geht es darum die Abteilung am Laufen zu halten und im Verein zu vertreten. Die genauen Aufgaben können sehr unterschiedlich ausfallen. Feste typische Aufgaben sind die Organisation und Moderation der jährlichen Abteilungsversammlung, die Ausrichtung des Weihnachtsturnier, die Abrechnungen der Übungsleiter an die Geschäftsstelle weiterleiten und bestätigen.

Also so eine Art „rechte Hand“ der Geschäftsleitung?

Insgesamt fungiere ich als Vermittler zwischen dem Verein und der Abteilung. Dabei geht es vor allem um Telefonate und E-Mails, die Gesamtfinanzen der Abteilung, Hallenbuchungen, die Buchung von gesonderten Events, Einsatzmöglichkeiten für FSJ-ler oder die Bestellung von Materialien für den Betrieb.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

Der Verein selbst stellt wenig Ziele oder Vorgaben an uns und lässt uns als Abteilung viele Freiräume. Um das Vereinsleben am Leben zu halten, ist es hier nur wichtig, dass die Abteilungen kein finanzielles Minus generieren. Ich persönlich möchte eine Atmosphäre schaffen, in der sich die Mitglieder der Volleyballabteilung wohl fühlen und ihre Ziele verwirklichen können. Hierbei
versuche ich die Teams innerhalb meiner Möglichkeiten zu unterstützen und die Abteilungsstrukturen zu verjüngen.

Was meinen Sie damit genau?

Aktuell werden viele Funktionen und Ehrenämter innerhalb der Abteilung von unseren Veteranen übernommen. Langfristig brauchen wir junge Menschen, die diese Aufgabe übernehmen können.

Wie lassen sich Privat-, Berufsleben und der Alltag als Sportfunktionär miteinander vereinen?

Das ist immer ein Kunststück diese ganzen Themen zu verbinden. Häufig kommt es vor, dass ich mich an einem Tag neben meinem Privatleben auf vier verschiedene Themen konzentriere: mein Studium, meine eigene Mannschaft, meine Arbeit als Lehrkraft und die Abteilung. Am meisten muss wohl meine Freundin Tessa zurückstecken, von ihr muss ich mir immer scherzhaft anhören, dass ich bei 1860 wohnen würde.

Wo sehen Sie den Bremer Volleyball derzeit?

Derzeit verzeichnet der Volleyball bundesweit knapp 450.000 Mitglieder, auch in Bremen steigen die Zahlen kontinuierlich. Dadurch kommen Kompetenzen hinzu, aber auch Herausforderungen, diese Mengen zu versorgen – hier geht es vor allem um die Hallenkapazitäten und die Betreuung.

Und wie steht es um Bremen 1860?

Wir brauchen neben den oben genannten Punkten mehr Wettbewerb und mehr Geld für eine Förderung der Jugend, um eine nachhaltige Jugendarbeit attraktiver gestalten zu können. Mehr Leistungsorientierung mit Perspektiven – auch hier fehlt für höhere Ligen die nötige Infrastruktur in Form von Hallen. Wünschenswert wäre außerdem eine engere Zusammenarbeit der Vereine, die dennoch trotzdem eine Wettbewerbsfähigkeit untereinander ermöglicht.

Das Gespräch führte Christian Markwort.

 

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