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Gleich zweimal ins Finale eingezogen

Anna Thuernagel glänzt im Sand

Bevor die Beachvolleyballerin Anna Thuernagel von Bremen 1860 bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften gleich in zwei Altersklassen ins Finale kam, hatte die 17-Jährige gar keine große Meisterschaftssaison im Sand geplant. „Vor allem weil meine ehemalige Partnerin wenig Zeit hatte, entschied ich mich gegen die Nordwestdeutschen Meisterschaften“, sagt sie. Dass sie nun doch an gleich zwei Jugendmeisterschaften im Sand teilnahm, verdankte sie einem Zufall. „Mein Bruder Niclas hatte im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften  mitgespielt und da habe ich Liska Treude (Oldenburger TB) kennengelernt. Anfang der Beachsaison haben wir uns wieder getroffen und festgestellt, dass wir beide keine Partnerin für die Nordwestdeutschen Meisterschaften haben.“ Als Test spielten sie einen B-Cup in Wilhelmshaven und entschlossen sich dann doch zu einem gemeinsamen Start bei den Nordwestdeutschen Beachvolleyballmeisterschaft der U18 und U19 in Bad Laer. „Wir haben sehr gut harmoniert und sind ohne großen Druck an den Start gegangen.“ Bei beiden Turnieren spielte sich das Duo sogar bis ins Finale. Bei den U18 Meisterschaften unterlagen sie Lea Sophie Kunst (Vareler TB) und Anna-Lena Grüne (MTV48 Hildesheim) und bei der U19 Cathrin Luker (SV Bad Laer) und Antonia Schubert (Blockfrei Hofgeismar). „Mit diesem Ergebnis haben wir uns bei den Deutschen Meisterschaften der U18 und U19 für das Nachrückverfahren gemeldet, denn direkt startberechtigt waren nur die Nordwestdeutschen Meister“, erklärt Thuernagel. Bei den U18 hatte das Duo Glück und sie erhielten einen Startplatz. „Bei den U19 leider nicht“, sagte Thuernagel. „Wir haben bei der DM dann zwar nur Platz 21 belegt, trotzdem sind wir froh, dabei gewesen zu sein“, sagt die 17-Jährige. Diese Beachsaison, in der sie nicht nur die Jugendmeisterschaften spielte, sondern auch mit unterschiedlichen Partnerinnen einige B-Cups, neigt sich jedoch dem Ende. „Der Saisonabschluss ist am kommenden Wochenende ein Nachwuchsturnier im Rahmen der Smart Beachtour in Hamburg. Dann geht es wieder in die Halle.“ Dort spielt sie bei Bremen 1860 in der Verbandsliga. Als Libera ist sie die Chefin in der Annahme und Abwehr. Natürlich gäbe es viele Unterschiede zwischen Volleyball in der Halle und im Sand, erklärte sie. „Im Sand muss man einen besseren Draht zur Partnerin haben, schließlich sind wir nur zu zweit.“ Obwohl sie während der Beachsaison fast jeden Tag trainierte, manchmal sogar zwei Mal am Tag, bleibt doch noch ein klein wenig Zeit für andere Hobbys neben dem Volleyball. „Ich treffe mich dann mit Freunden oder spiele Klavier“, erzählt die 17-Jährige, die im kommenden Frühjahr ihr Abitur an der Sportbetonten Schule an der Ronzelenstraße machen wird. Nach dem kommenden Wochenende wird Anna Thuernagel wieder mit fünf Mitspielerinnen auf dem Feld stehen und die Hallenschuhe schnüren. Weser - Kurier, Ausgabe 21.08.2017, Stadtteilkurier Nordost, Seite 8    

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