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Die 1. Bundesliga im Visier

Nach zwei vergeblichen Anläufen strebt das Rugbyteam von Bremen 1860 erneut den Sprung in die höchste Spielklasse an

Sie geben nicht auf. Auch in dieser Saison möchte das Rugby-Team von Bremen 1860 um den Aufstieg in die 1. Bundesliga Nord/Ost mitmischen. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte das Team um Coach Ben Hendry den Sprung in die oberste deutsche Rugby-Liga jeweils verpasst. Zuletzt scheiterte man im Halbfinale am RC Grizzlies in Berlin. Beim erneuten Anlauf hat das Bremer Team in dieser Saison allerdings zwei schmerzliche Abgänge zu verkraften: U 18-Nationalspieler Luis Ball und der erfahrene Forward Jan Wollens haben Bremen verlassen. Und auch der Saisonstart verlief mit einem Sieg und einer Niederlage eher durchwachsen. Coach Hendry und Abteilungsleiter Sebastian Stern sehen dennoch eine gute Chance, diesmal das Ziel zu erreichen, „wenn wir hart arbeiten“. Erster echter Gradmesser, so Stern, war die jüngste Partie gegen den FC St. Pauli, die die Bremer am Wochenende allerdings verloren haben. Beim Erstliga-Absteiger kassierte 1860 eine herbe 3:39-Schlappe. „Wir haben ziemlich langsam ins Spiel gefunden“, resümiert Hendry. Diese Startschwierigkeiten rächten sich. Darüber hinaus hatte das Bremer Team einige Ausfälle zu verkraften. Wegen Verletzungen und Krankheit fuhren vom ansonsten 22 Mann starken Kader nur 15 Spieler mit an die Elbe. Somit konnte Hendry auch keine Wechsel vornehmen. Für die drei Bremer Punkte sorgte Göran Werner durch einen Strafkick. Beim Saisonauftakt auf eigenem Platz gegen den FT Adler Kiel eine Woche zuvor hatte der 1860-Coach noch aus den Vollen schöpfen können. Mit 62:3 gewannen die Bremer, die nach der langen Sommerpause sichtlich heiß darauf waren, endlich wieder in die Saison zu starten. Der FC St. Pauli und der zweite Erstliga-Absteiger TSV Victoria Linden sind also in der 2. Bundesliga Nord die Vereine, die es zu schlagen gilt. Gegen Linden muss Bremen 1860 am kommenden Spieltag (7. Oktober) antreten. Hendry schätzt die Hannoveraner ähnlich stark ein wie St. Pauli. Insgesamt drei Mal treffen die jeweiligen Teams in dieser Saison aufeinander, da mit Bremen 1860, St. Pauli, Victoria Linden, Adler Kiel und dem DRC Hannover nur fünf von acht möglichen Mannschaften gemeldet haben und drei Runden gespielt werden. Die beiden Erstplatzierten treten im Anschluss in Relegationsspielen gegen die beiden Erstplatzierten der 2. Bundesliga Staffel Ost an.

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