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Internationales Flair bei Bremen 1860

Fechter kommen aus Belgien, Lettland, Hessen und ganz Norddeutschland an den Baumschulenweg

Aus allen Teilen Norddeutschlands und sogar aus Marburg, Belgien sowie Riga kamen sie: Zum 53. Mal wurde am Wochenende das Schüler- und Jugendturnier ausgefochten mit 82 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Wir haben den Wettkampfmodus umgestellt“, sagte Jens Pursche vom Vorstand der Fechtabteilung bei Bremen 1860. Das Turnier wurde zunächst vom Fechtverein Bremen und seit dessen Verschmelzung mit Bremen 1860 von dem Schwachhauser Sportverein organisiert. Neuerdings gilt es als Qualifizierungsturnier auch für die Landesranglisten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Der Fecht-Nachwuchs tritt nach Geschlecht und Altersklassen getrennt gegeneinander an. Waffe der Wahl war durchgängig das Florett. „Das war ja ursprünglich immer ein reines Florettturnier“, sagte Gabriele Westerfeld vom Vorstand der 1860-Fechtabteilung. Also habe man den Fechtern das Angebot gemacht, auch mit dem Degen anzutreten. Das wurde aber nicht angenommen. Das Florett ist auch Elisabeth Wichmanns Paradedisziplin. Die Zwölfjährige von Bremen 1860 legte erst im Februar die Turnierreifeprüfung ab. Seitdem darf sie offiziell bei Wettkämpfen antreten. Auf der Bahn steht sie bereits seit anderthalb Jahren, war auf dem Weg zum Judo-Training immer wieder an dem Schaukasten mit den Klingen vorbei gelaufen. Irgendwann dachte sie sich: „Das probier ich“ – und fand ihre Bestimmung. „Es ist genau der Sport für mich“, sagt sie. Wenn sie auf der Bahn steht, könne sie sich nur auf den Gegner konzentrieren und alles andere vergessen. Überraschend kommt das nicht. Papa Christian Wichmann war lange im Fechten erfolgreich, holte einmal sogar den Titel als Norddeutscher Meister. Auch die Tante und der Opa waren begeisterte Fechter. Papa Christian stand beim Turnier auch neben der Bahn und fieberte mit. Aus dem Coaching hält er sich aber zurück. Dafür seien andere zuständig, sagte er. Seit einem halben Jahr trainiert Elisabeth Wichmann bei Sebastian Theiß, davor war sie in Gabriele Westerfelds Händen. Beide waren ebenfalls vor Ort und gaben Tipps. Nach der zweiten Runde im Schüler- und Jugendturnier lag Elisabeth Wichmann bei den 2005-Geborenen auf dem dritten Platz. Ziel war es, den auch in der Direktausscheidung zu verteidigen. Am Ende teilte sie sich den Platz auf dem Treppchen mit Annika Brammer vom Hanseatischen Fecht-Club (HFC) Bremen aus Walle. Siegerin wurde eine Fechterin aus Lettland, Zweite eine aus Belgien. Malina Maas von Bremen 1860 wurde in der Altersklasse siebte. Die Jahrgänge 2008 und 2009 fochten zusammen. Dort focht sich Aurelia Gündel von Bremen 1860 auf den Silberrang, Vereinskameradin Flavia Tietje-Saputo wurde Sechste. 1860erin Marie Neumann wurde Siebte im Jahrgang 2004. Bei den Jungen sicherte sich im Jahrgang 2007 Alban Bouchet vom HFC Platz eins vor seinem Vereinskameraden Thorge Brammer. 1860er Leonard Hesse wurde Vierter. Die Jahrgänge 2008 bis 2010 traten gemeinsam an; in der Gruppe sicherte sich Sjut Hoffmann von 1860 als einziger Bremer Teilnehmer Rang vier. Bei den 2006-Geborenen erreichte 1860er Jan Belau den zweiten Platz, Keanu Dilek vom HFC wurde vierter sowie Bruno Fischer und Julius Helling von Bremen 1860 fünfter und sechster. Im Jahrgang 2005 kam Finn Bischof von Bremen 1860 auf Rang fünf. Platz 11 erreichte Matvey Moglin, ebenfalls Bremen 1860, vor dem einzigen Starter vom FC Bremen-Nord Eric Braza. Bester Bremer im Jahrgang 2004 war Emil Finken vom HFC auf Rang acht, 1860er Carl Teichert kam auf Platz 13. VON LIANE JANZ WESER - KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 23.11.17, Seite 12  

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