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Gilch und Co. unter Druck

Für die Volleyballer von Bremen 1860 zählt Sonntag nur ein Sieg

Jetzt heißt es Zähne zeigen: Am Sonntag um 16 Uhr steht für die Volleyballer von Bremen 1860 eines der wichtigstes Spiele der Saison im Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Liga an. Beim Tabellenschlusslicht VSG Ammerland sind für die Mannschaft von Trainer Matthias Gilch drei Punkte Pflicht. „Das ist ein extrem wichtiges, aber auch ein extrem schwieriges Spiel“, sagt Gilch. Ammerland gewann in dieser Spielzeit gerade mal eine Partie – und die ausgerechnet gegen die 1860er. Anfang November nutzten die Bremer ihr Heimrecht nicht, um gegen die VSG wichtige Punkte einzufahren, sondern unterlagen knapp im Tiebreak und holten so nur einen Punkt. „Diese Partie war geprägt von vielen Eigenfehlern auf beiden Seiten“, erinnert sich Gilch.
Ausgerechnet in diesem so wichtigen Spiel werden die 1860er nun nicht auf ihren kompletten Kader zurückgreifen können. So steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz des zuletzt in der Feldabwehr starken Liberos Patrick Steinmüller; sein Fehlen wäre eine große Schwächung. Zuspieler Sven Gronert fällt aufgrund einer Schulterverletzung noch länger als geplant aus, und Stephan Teumer, ebenfalls Zuspieler, ist für die Partie am Sonntag beruflich verhindert. Gilch setzt nun auf den 18-jährigen Nachwuchsspieler Ben Holzke aus der eigenen zweiten Mannschaft und baut zudem noch auf seinen Kapitän Moritz Müller, der in der laufenden Saison bereits im Außenangriff, als Libero und eben auch als Zuspieler agiert hat. Müller würde dann jedoch in der Annahme fehlen – und gerade die wird im Spiel gegen Ammerland wohl von entscheidender Bedeutung sein. „Die VSG hat starke Aufschläger im Team, wir sind darauf vorbereitet“, so Müller.

Die Voraussetzungen sind also alles andere als ideal, Co-Trainer Matteo Witt sieht jedoch trotzdem alle Chancen aufseiten seines Teams. „Im Training sind die Spieler hoch motiviert, und mit dem Sieg gegen Aachen am vergangenen Sonnabend haben wir ein klares Zeichen gesetzt.“ Wichtig sei es, im Kopf topfit zu sein, ergänzt Cheftrainer Gilch.

Die Ammerländer wiederum haben als Tabellenschlusslicht nichts mehr zu verlieren und können völlig unbeschwert aufspielen. „Wir müssen einen kühlen Kopf behalten und uns auf unser Spiel konzentrieren “, sagt Gilch. Noch belegen die Bremer punktgleich mit dem TVA Hürth, aber mit dem besseren Satzverhältnis, Platz neun in der Tabelle. Drei weitere Punkte wären wichtig, um sich etwas von den Abstiegsplätzen zu entfernen.

VON KATJA NONNENKAMP-KLÜTING
Weser - Kurier, Ausgabe 02.02.2018, Seite 25

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