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Showdown in Liga drei

Abstiegsendspiel für Bremen 1860

Mit dem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands wurde für die Volleyballer von Bremen 1860 im Mai des Vorjahres ein Traum wahr. Dass sein Team um jedes Spiel, um jeden Satz und um jeden Ball würde kämpfen müssen, um dieses erste Jahr in der 3. Liga zu überstehen, das war 1860-Trainer Matthias Gilch von Beginn an klar. Trotzdem hätte er sich gewünscht, dass man nicht bis zum letzten Spiel bei SVA Lüneburg II (Sonnabend, 19 Uhr) um den Klassenerhalt bangen muss. Doch genau das ist nun der Fall. Dank einer guten Rückrunde rangieren die Bremer vor dem Saisonfinale mit 25 Punkten auf Platz acht und damit zwei Plätze vor der direkten Abstiegszone. Doch die Konkurrenz aus Aachen und Hildesheim befindet sich mit 24 beziehungsweise 23 Zählern noch in Schlagdistanz, 1860 ist also noch nicht gerettet. Hildesheim tritt parallel gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten aus Ammerland an, Aachen spielt beim Rangvierten Tecklenburger Land.

„Der Kampf um den Klassenerhalt ist unglaublich eng“, sagt Gilch. Und 1860-Kapitän Moritz Müller sagt: „Am letzten Spieltag dürfen wir uns nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz verlassen.“ Vielmehr wolle er mit seinem Team alles daransetzen, selbst noch einmal zu punkten, um auf der sicheren Seite zu sein. Doch dies wird keine einfache Aufgabe. Denn ausgerechnet im letzten Match reisen die Bremer zur Bundesligareserve der SVA Lüneburg, die mit nur einem Punkt vor den Sportfreunden Aligse an der Tabellenspitze steht.

„Um den Lüne-Hünen ein Bein stellen zu können, müssen wir die Adrenalinspritze noch mal ganz auffüllen“, so Gilch. Zwar wollen beziehungsweise können weder die Lüneburger noch Aligse aufsteigen, doch Müller geht davon aus, dass die Lüneburger sich die Meisterschaft nicht mehr nehmen lassen wollen. „Das bedeutet für uns, dass wir unsere Stärken in Annahme und Mittelangriff nutzen müssen, um in dieser Partie überhaupt eine Chance auf Punkte zu haben.“

VON KATJA NONNENKAMP-KLÜTING
Weser-Kurier, Ausgabe 22.03.2018, Seite 26

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