News

Spielbetrieb

Zweimal Gold, zweimal Silber

Die Gymnastinnen von Bremen 1860 sind mit zwei Titeln von den deutschen Gruppen-Meisterschaften beziehungsweise dem Deutschland-Cup zurückgekehrt.

In der Meisterklasse setzte sich das Team mit Chantal Behrje, Lillie Schupp, Hanna Sokolov, Emely Terentjew und Jule Scheffer im Finale gegen die Konkurrenz von der SG Dahne Felsenland sowie des Berliner Turnerbundes durch. Den etwas höher eingeschätzten Mehrkampftitel hatten die Bremerinnen am Vortag allerdings verpasst. Im Gruppen-Wettbewerb der Rhythmischen Sportgymnastik wird in der Leistungsklasse im Mehrkampf zweimal die gleiche Übung gefordert und bewertet – im sogenannten Finale ist es tags darauf nur eine Übung.

Der 1860-Gruppe gelang in Koblenz im Finale das, was im Mehrkampf nicht glückte: ein fehlerfreier Vortrag. „Es hatte sich im Training schon ein wenig abgezeichnet, dass die absolute Sicherheit nicht so da ist wie im Vorjahr“, sagte Trainerin Larissa Drygalla. Die Saison, die nun zu Ende gegangen ist, sei „unheimlich anstrengend“ gewe­sen und der Abschluss in Koblenz hätte letztlich gerne etwas besser ausfallen dürfen. Im Mehrkampf war der Fauxpas beim Wechsel der Handgeräte Ball und Seil passiert. Ein Geräteverlust außerhalb der Fläche hatte bereits nach etwa 20 Sekunden die Hoffnung auf die deutsche Meisterschaft zerstört. Bremen wurde Zweiter hinter Berlin.

In der Freien Wettkampfklasse wiederum lag Bremen ganz vorn. Die 1860-Gruppe bot eine mit Höchstschwierigkeiten vollgestopfte Übung, blieb ohne Patzer und holte sich damit Gold im Deutschland-Cup. Drei Wochen zuvor hatten die Bremerinnen – so schildert es Larissa Drygalla – einen Vorbereitungswettkampf in Braunschweig noch „total in den Sand gesetzt“. Diesmal lief es wie gewünscht für Anja Hermann, Paula Niemann, Alina Bock, Katharina Braun, Vanessa Leipholz, Emina Herenda und Anastasia Fedorov. Eine zweite Gruppe von Bremen 1860 befand sich nach dem Vorkampf mit Rang drei auch noch auf einem Medaillenplatz. Die ungenaue Flugbahn der Reifen kostete im Finale jedoch Punkte. Am Ende kam Platz sechs heraus.

In der Junioren-Leistungsklasse lagen die Bremerinnen mit Haruka Kodama, Alissa Pjatich, Sandy Kruse, Emilia Teljukina und Jo-Emma Reppenhagen nach dem ersten Durchgang des Mehrkampfs vor den Favoritinnen aus Schmiden in Führung. Bremen war nur ein kleiner Fehler unterlaufen, Schmiden hatte gleich fünf Geräteverluste. Am Ende gab es aber doch wie erwartet Gold für Schmiden und Silber für Bremen. Zu viele Bremer Fehler hatten für die Wende gesorgt. Die Junioren-Wettkampfklasse endete fürs 1860-Team (Marie Kohlenberg, Jessica Winter, Kristina Bolbat, Viktoria Geronimus und Viktoria Link ) mit Rang vier.

VON OLAF DOROW
Weser-Kurier, Ausgabe 26.06.2018, Seite 28

WEITERE NEWS