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Rennies rennt zum WM-Titel

Bremer Medaillen im Duathlon

Das wäre ein Ding gewesen. Drei Bremer Starter, drei WM-Medaillen. Doch dann stürzte Oliver Sebrantke bei der Duathlon-WM auf der Langstrecke, die im Rahmen des Powerman von Zofingen ausgetragen wurde, mit seinem Rad in einer Kurve. Er brach sich den Arm und musste sich in Zürich operieren lassen. Es wurden aber immerhin noch zwei Medaillen fürs Bremer Trio, das zum anspruchsvollen Rennen mit 10 km Laufen, 150 km auf dem Rad und noch mal 30 km Laufen angetreten war. Und zwar Gold und Silber. Bernd Rennies siegte in der Altersklasse M 65. Sebrantkes Freundin Janine Kaiser wurde in der W 35 Zweite. 8:12,16 Stunden hatte sie benötigt. Nur Dominique Lothaller aus Wien war schneller (7:59,41).
"Ich wollte gleich zu Beginn Gas geben", sagte Bernd Rennies. Der Bremer Polizist im Ruhestand, als Veranstalter von Wettkämpfen und Trainingslagern in der Szene gut bekannt, lag schon zur Halbzeit der ersten Laufstrecke klar vorn. Auf dem Kurs, den er als "wunderschön" empfand und der teils heftige Anstiege bereithielt, baute er mit dem Rennrad seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Er war fast 20 Minuten schneller unterwegs als der Nächstschnellste und konnte sich über die 30 km schließlich erlauben, nur die viertbeste Zeit zu laufen. Rennies siegte in  8:21,44 Stunden vor Günther Längst aus Herlazhofen (8:34,48) und dem Schweizer Niklaus Vögeli (8:40,38). Insgesamt waren in der M 65 zehn Athleten zum WM-Lauf angetreten, unter anderem aus den USA, Australien und Italien.

Bernd Rennies konnte damit in der Schweiz das nachholen, was er vor zwölf Jahren in Dänemark verpasst hatte. Wegen eines taktischen Fehlers ist er damals Zweiter der M 50 geworden. Das habe ihn immer ein wenig gewurmt, sagt er. Nun nicht mehr. Nun hat er einen WM-Titel geholt.

VON OLAF DOROW
Weser-Kurier, Ausgabe 04.09.2018, Seite 27