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Keine Lösung für die Zukunft

Bremer Rugbyteam 7:61 in Linden

Wieder kein Sieg gegen diesen Gegner. Schon in der vergangenen Spielzeit gingen die Rugby-Herren von Bremen 1860 gegen den TSV Victoria Linden stets als Verlierer vom Platz. Und auch jetzt war für die Bremer nichts zu holen. Vielmehr setzte es für den Zweitligisten eine herbe 7:61-Klatsche. Der Sieg der Hannoveraner, die eines der jüngsten und fittesten Teams der Liga stellen und in dieser Konstellation schon lange zusammen spielen, sei durchaus gerechtfertigt, sagte 1860-Cheftrainer Andreas Müller. Die Höhe der Niederlage aber gefiel ihm nicht.

Coach Müller quälte dasselbe Problem wie schon beim Ligaauftakt zuvor: Etliche Spieler hatten sich für diese Begegnung abgemeldet, allein fünf davon aus der Hintermannschaft. Dadurch mussten wieder Stürmer deren Aufgabe übernehmen. Im Rugby ist der umgekehrte Positionswechsel üblich: Viele Spieler fangen in der Hintermannschaft an, wo es auf Athletik und Schnelligkeit ankommt, und wechseln im Lauf ihrer Karriere in den Sturm, der durch seine Kompaktheit und Kraft Lücken in die gegnerischen Reihen reißt. „Stürmer für die Hintermannschaft umzuschulen, ist schwer“, sagte der Coach. Also sei das keine Lösung für die Zukunft.

In den ersten 20 Minuten sah das Spiel der Bremer trotz der Positionswechsel noch gut aus, dann haben sich zunehmend Fehler eingeschlichen. Fehler, die so im Training nie passieren, „und das hat mich maßlos geärgert“, so Andreas Müller. Als Bremen 1860 in der zweiten Halbzeit Victoria kurzzeitig hinten reindrückte, versuchten die Hannoveraner, sich mit einem Kick zu befreien – was aber missglückte. Benjamin Porteous fing das Ei, spielte dank seiner Schnelligkeit drei Gegner aus und legte den Ball halb links zum Ehrenversuch und damit zu fünf Punkten ab. Gören Werner traf die Erhöhung, die zwei Punkte wert ist.

VON LIANE JANZ
Weser-Kurier, Ausgabe 25.09.2018, Seite 27

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