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Weser Ladies fehlt Kondition

Basketball-Regionaligist unterliegt Braunschweig III mit 43:60

„Das Ergebnis entspricht so ziemlich unserem Leistungsstand im Moment“, erklärte Christopher Hupe nach der deutlichen 43:60 (23:26)-Heimniederlage in der 2. Basketball-Regionalliga der Frauen gegen Eintracht Braunschweig III. „Wir haben derzeit wirklich eine schlechte Trainingssituation“, verdeutlichte der Trainer, „mehrere Spielerinnen sind verletzt, krank oder beruflich verhindert, was sich letztlich konditionell auf unser Spiel ausgewirkt hat.“ Konnten die Gastgeberinnen um Top-Scorerin Klara Engert (elf Punkte, ein „Dreier“) das erste Viertel noch recht ausgeglichen gestalten (13:14), schwanden ihnen mit zunehmender Spieldauer die Kräfte, was sich besonders in der zweiten Halbzeit in der fehlenden Effektivität unter dem gegnerischen Korb widerspiegelte. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten“, resümierte Hupe enttäuscht, „und sind in der zweiten Halbzeit dann gänzlich eingebrochen.“

Den Gastgeberinnen fehlten mit Jessica Goll (verletzt), Rabea Berstermann (krank) und Nele Rüskamp (berufsbedingt) gleich drei Stammkräfte, was mit dem schmalen Kader der Bremerinnen zur Zeit nur schwer aufzufangen ist. „Wir müssen sehen“, zeigte sich der Trainer dennoch kämpferisch, „dass wir da schnell irgendwie wieder die Kurve bekommen und hoffen, dass die kranken und angeschlagenen Spielerinnen bald wieder voll im Training und im Spiel mitwirken können.“

Nach der Halbzeitpause versuchten die Gäste, dem hohen Tempo der Gastgeberinnen standhalten zu können, allerdings traf Braunschweig um seine beste Werferin Weronika Slazyk (25 Punkte) sowohl aus dem Feld heraus als auch von der Freiwurflinie deutlich sicherer als die Bremerinnen, was letztlich den Ausschlag für den Erfolg des derzeit Tabellendritten beim Tabellensiebten gab.

„In einer defensiv geprägten Partie schlugen wir uns trotz Verletzungspech zuerst sehr gut“, bilanzierte Hupe, „aus meiner Sicht verliefen die ersten beiden Viertel sehr ausgeglichen, mit 23:26 ging es in die Kabinen. Im dritten Viertel hätten die „Weser Ladies“ dann nicht dass umsetzen können, was sie sich in der Halbzeitpause vorgenommen hatten und Braunschweig zog schließlich davon.

Einziger Lichtblick in einem ansonsten mäßigen bis enttäuschenden Auftritt der „Weser Ladies“ in eigener Halle war die Tatsache, dass die erst 16-jährige Griechin Brisena Lekaj (sechs Punkte/ist vor wenigen Monaten erst aus Griechenland nach Bremen gezogen) von Christopher Hupe endlich eingesetzt werden konnte. „Sie hatte vorher noch keine Spielgenehmigung“, begründete Hupe den verspäteten Einsatz der jungen Hoffnungsträgerin, „für das erste Spiel hat sie ihre Sache gut gemacht.“

Nachdem die Bremerinnen das dritte Viertel ebenfalls abgegeben hatten (8:17), legten die Gäste im abschließenden Durchgang sogar noch einmal einen Zahn zu und sicherten sich nicht nur das letzte Viertel souverän (17:12) – sondern konnten nach dem 60:43-Auswärtssieg zudem zu Spitzenreiter BBC Osnabrück und der Zweitplatzierten BG ‚89 Rotenburg/Scheeßel II aufschließen. Für die „Weser Ladies“ steht nach der nun anstehenden zweiwöchigen Pause zunächst die Regeneration auf dem Programm, am Sonntag, 18. November (16 Uhr) empfangen sie dann den ASC 46 Göttingen.

Weser Baskets/Bremen 1860: (Altenbeck (2), Böske (2), Engert (11), Goepfert (5), Goll (6), Heitmann, Lekaj (6), Schlegl (6), Sievers (5), Thielking.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 08.11.2018, Seite 11

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