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Bremen 1860 gewinnt Stadtderby

Oberliga-Volleyballerinnen bezwingen BTS Neustadt in einem spannenden Spiel mit 3:2

Das Lokalderby in der Volleyball-­Oberliga der Frauen zwischen der BTS Neustadt und Bremen 1860 hätte umkämpfter nicht sein können: Im ersten Satz dominierten die Neustädterinnen – endlich angetreten mit einem kompletten Kader – vor einer beeindruckenden Kulisse das Spiel, hatten am Satzende allerdings Probleme, den letzten Punkt zu machen, wodurch es 1860 überhaupt erst gelang, ins Spiel zu finden und sich letztlich glücklich mit 3:2 (20:25, 25:12, 15:25 25:19, 15:12) durchzusetzen.

„Ohne unsere fünf Außenangreiferinnen kamen wir im ersten Satz nur sehr schwer ins Spiel“, resümierte 1860-Coach Oliver Nieß. Da die Annahme der Gäste durch die guten Aufschläge von BTS zudem mehrfach mächtig wackelte, konnte 1860-Zuspielerin Pauline Duckart ihre Angreiferinnen nur selten in Szene setzen. „Zudem konnten wir den Gegner zu selten mit unseren eigenen Aufschlägen in Bedrängnis bringen und produzierten gleich fünf direkte Aufschlagfehler“, haderte Oliver Nieß.

Im zweiten Satz wurde der Spieß umgedreht, sodass Neustadt den Gästen mit einem deutlichen Punktabstand hinterherlaufen musste. Zum Ende des Satzes schien die Schwächephase überwunden und auch die Gastgeberinnen kamen wieder ins Spiel. Die BTS drehte im dritten Durchgang erneut das Spiel und dominierte wie bereits im ersten Satz das Geschehen. Somit stand es 2:1 nach Sätzen für die BTS, der vierte und fünfte Satz wurden schließlich zu einem wahren Krimi – mit dem glücklicheren Ende für 1860: In Satz vier egalisierten sich beide Teams zunächst noch und kämpften verbissen um jeden Punkt, bis die BTS beim Spielstand von 24:23 ihren ersten Satz- und somit auch Matchball hatte. Nach dem zweiten Matchball führten mehrere Eigenfehler der BTS-Frauen dann allerdings doch noch zum Satzgewinn für 1860.

Im entscheidenden fünften Satz liefen die Neustädterinnen punktetechnisch immer hinterher. Beim Stand von 5:9 nahm „Aushilfs“-Trainer Michael Hänsel, in diesem Spiel für BTS-Trainer Björn Panteleit eingesprungen, seine zweite Auszeit und motivierte die Spielerinnen dazu, noch einmal anzugreifen. Die BTS kämpfte sich bis zum Spielstand von 13:13 wieder an die Gäste heran, verlor letztlich aber den Satz und das Spiel. „Dieses Spiel lässt Hoffnung in Bezug auf die kommenden Spieltage aufkeimen“, bilanzierte BTS-Spielerin Annika Eller, „weil wir gezeigt haben, dass viel individuelle Qualität im Kader haben und mit dieser wirklich guten Leistung noch weitere Punkte holen werden.“

BTSNeustadt: Nolte, Wulf, Eberwein, Mujkovic, Kettenbach, Schwieger, Zu Putlitz, Schoppe, Dogu, Gaida, Kasphul, Graumann.

Bremen 1860: Bausch, Bernecker, M. Duckart, P. Duckart, Hinrichs, Jarchow, Kausch, Müller, Thuernagel.

Im Spiel gegen den ASC 46 Göttingen war nach dem anstrengenden Derby die Luft raus. Nicht nur körperlich, auch geistig ließ die Konzentration nach und so spielten die BTS-Frauen bei der 0:3 (22:25, 12:25, 21:25)-Niederlage lediglich „auf Sparflamme“. Im ersten Satz begannen die Neustädterinnen überzeugend und erkämpften sich einen Vorsprung – diesen galt es lediglich bis zum Ende des Satzes zu halten, aber die BTS machte zu viele Eigenfehler und rutschte wieder in die Schieflage der letzten Spieltage zurück. Nachdem der erste Satz verloren ging, brach die BTS ein und ermöglichte den Gästen den Satzgewinn. Im dritten Satz flammte noch einmal der Kampfgeist der Gastgeberinnen auf, doch musste Neustadt auch diesen Satz und somit das Spiel verloren geben. „Insgesamt lässt sich festhalten“, resümierte BTS-Kapitänin Helen Eberwein, „dass wir mit der Leistung aus dem ersten Spiel das Spiel gegen Göttingen gewonnen hätten.“ Letztlich habe aber die Vielzahl von Eigenfehlern zur Niederlage geführt.

BTS Neustadt: Wulf, Eberwein, Mujkovic, Kettenbach, Schwieger, Zu Putlitz, Schoppe, Dogu, Gaida, Kasphul, Graumann, Eller.

VON CHRISTIAN MARKWORT
WESER-KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 22.11.2018, Seite 10         
 

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