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Weser Ladies im Formtief

Basketballerinnen verlieren gegen den ASC Göttingen mit 47:64

Die Basketballerinnen der Weser Baskets/Bremen 1860 hatten am sechsten Spieltag in der 2. Regionalliga Aufsteiger ASC 46 Göttingen zu Gast in der Halle am Baumschulenweg. Die Zielvorgabe seitens der Gäste war klar – es sollte ein weiterer Sieg her. Ziel erreicht, das Team von Headcoach René Hampeis holte mit einem deutlichen 64:47 (31:28)-­ Erfolg den dritten Sieg in Folge und rangiert nun als Aufsteiger auf dem zweiten Tabellenplatz.

„Göttingen hat ein sehr gutes Team, das nicht wie ein Aufsteiger spielt und sich mit Spielerinnen aus höheren Ligen verstärkt hat“, sagte Bremens Trainer Christopher Hupe. Bei den Gästen spielte mit Katarina Flasarova (zehn Punkte) unter anderem eine erfahrene Spielerin mit, die in den letzten zehn Jahren bereits in der ersten und zweiten Bundesliga deutliche Spuren hinterlassen hatte.

Die Gäste starteten mit viel Energie ins Spiel und setzten die Bremerinnen von Beginn an in der Defense unter Druck, sodass sich Göttingen schnell einen kleinen Vorsprung erspielen konnte und das erste Viertel mit einer 18:12-Führung beendete. Schon Ende des ersten Viertels zeichnete sich allerdings ab, dass sich die Gäste zu sehr der Spielweise des Gegners anpassten und sich somit selbst das Spiel schwer machten. Aus einer eigentlich guten Defense heraus, verbunden mit diversen Ballgewinnen, wurden die Möglichkeiten zu leichtfertig verspielt. Hinzu kam über das gesamte Spiel hinweg eine miserable Trefferquote. Folglich stand zur Halbzeit eine knappe 31:28-Führung zu Buche, die eigentlich hätte deutlicher sein müssen.

Während der Partie gab es auf Seiten der Gastgeberinnen wiederholt Phasen, in denen die Göttingerinnen um ihre Top-Scorerin Leonie Wegmann (23 Punkte/drei „Dreier“) wegziehen konnten „und Phasen in denen wir uns wieder herangekämpft haben“, wie Hupe bilanzierte. Die entscheidenden Knackpunkte seien aus seiner Sicht gewesen, „dass wir in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels nicht gepunktet haben und uns im letzten Viertel etwas die Kraft ausgegangen ist“. Dennoch sei Hupe „größtenteils mit unserer Defense zufrieden“, da diese phasenweise richtig stark gewesen sei. „Für unseren Halbfeld-Angriff müssen wir uns allerdings etwas überlegen“, betonte Hupe, „da schaffen wir es bisher nicht über längere Phasen, ein funktionierendes Teamspiel aufzuziehen“.

In der zweiten Halbzeit wurde dann wieder eine sichere Defense gespielt, was zur Folge hatte, dass sich die Göttingerinnen in kleinen Schritten nach und nach etwas absetzen konnten. Am Ende gewann der ASC 46 Göttingen das Duell der beiden Aufsteiger trotz schlechter Trefferquote verdientermaßen. Trotz der Heimniederlage gegen den Mitaufsteiger zeigte sich der Bremer Coach überzeugt, „dass es unser bestes Heimspiel in ­dieser Saison gewesen ist und wir einige ­Fortschritte gemacht haben“. Nun gelte es in Hinblick auf die beiden Auswärtsspiele beim TK Hannover II (Sonnabend, 24. November, 18 Uhr) sowie beim TV Vörden (Sonnabend, 1. Dezember, 18 Uhr), darauf aufzubauen, „damit wir mindestens eines der beiden Spiele gewinnen werden“, verdeutlichte Hupe, dessen Team nach den wenig erfolgreichen ­Ergebnissen der letzten Spiele derzeit das Schlusslicht der 2. Regionalliga bildet.

Weser Baskets/Bremen 1860: Berstermann, Goepfert, Rüskamp, Altenbeck (2), Engert (2), Sievers (2), Heitmann (3), Schlegl (5), Lekaj (8), J. Goll (9), S. Goll (16).

VON CHRISTIAN MARKWORT
WESER-KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 22.11.2018, Seite 10         

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