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Mohamed Shati verteidigt Titel

Showdown-Meisterschaften

Er hat es schon wieder getan: Die Sportgemeinschaft für Behinderte (SfB) Bremen 1860 richtete die Regionalmeisterschaft Nord der Herren im Bremer Kegelzentrum aus, und einmal mehr holte sich der vollblinde 1860er Mohamed Shati den Titel. Insgesamt 13 Athleten aus den Showdown-Standorten Braunschweig, Bremen, Hamburg und Hannover kämpften um die vier Startplätze für die Deutsche Meisterschaft 2019 in Viersen/NRW im April. Neben Mohamed Shati dürfen sich Nils Hildebrandt aus Hamburg, Frank Meyer aus Hannover und Heiner Schad von Bremen 1860 über ein DM-Ticket im Tischball für Blinde und Sehbehinderte, wie Showdown auch genannt wird, freuen. Der Fünftplatzierte Thomas Lehrmann und der Sechstplatzierte Antonius Reicksmann erspielten sich zudem einen Startplatz in der Division B des neuen Einzelligasystems.

In Gruppe A setzte sich Mohamed Shati ohne Satzverlust mit fünf Punkten vor Nils Hildebrandt mit vier Punkten, Antonius Reicksmann mit drei Punkten, Rainald Knauf mit zwei Punkten, Christian Bieniasch mit einem Punkt und Humberto Caba mit null Punkten durch. In der Gruppe B war die Punkteverteilung weniger eindeutig. Zunächst dominierte 1860er Heiner Schad. Im letzten Gruppenspiel musste er sich jedoch dem immer stärker spielenden Frank Meyer geschlagen geben. Der direkte Vergleich brachte dann den Hannoveraner nach vorn. Ebenso erging es 1860er Wolfgang Doege und dem Hamburger Basili Hiristodulidis: Beide hatten drei Punkte. Auch hier entschied der direkte Vergleich. 1860er Thomas Lehrmann wurde Gruppendritter mit vier Punkten, Sechster wurde Schams Jonos mit einem Punkt vor Heiko Kuhlmann mit null Punkten. Die Halbfinale, das Spiel um Platz 3 und das Finale wurden über drei Gewinnsätze gespielt. Das erste Halbfinale entschied Mohamed Shati deutlich in drei Sätzen (11:4, 12:6, 12:6) gegen Teamkollegen Heiner Schad. Ins Finale gegen den abwehrstarken Hamburger Nils Hildebrandt ging der 1860er als Favorit und wurde dieser Rolle mit 11:5, 11:2 und 12:10 auch gerecht.

Geehrt wurden abschließend nicht nur die Spieler: Die Leiterin des Standortes Bremen Martina Reicksmann überreichte den Unparteiischen Alexander Dehoff (Frankfurt), Julian Rosenthal (Siegen), Kathrin Rosinsky (Kassel), Manou Schad (Bremen), Michael Schanz (Braunschweig) und Christian Siegemeyer (Münster) ein kleines Präsent. Neben Urkunden und Pokalen für die Spieler gab es auch zwei Ehrenpreise gestiftet vom Beauftragten für Sport im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen Wolfgang Noltemeier.

Interessenten, die die Sportart Showdown kennenlernen möchten, können jederzeit zu einem Probetraining bei Bremen 1860 kommen. Die Showdowner trainieren mittwochs von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Marienburger Straße 15.

Platzierungen: 1. Mohamed Shati, Bremen; 2. Nils Hildebrandt, Hamburg; 3. Frank Meyer, Hannover; 4. Heiner Schad, Bremen; 5. Thomas Lehrmann, Bremen; 6. Antonius Reicks­mann, Bremen; 7.Rainald Knauf, Bremen; 8. Wolfgang Doege, Bremen; 9. Basili Hiristodu­lidis, Hamburg; 10. Christian Bieniasch, Braunschweig; 11. Schams Jonos, Braunschweig; 12. Heiko Kuhlmann, Hannover; 13. Humberto Caba, Hamburg.

VON LIANE JANZ
Stadtteilkurier, Ausgabe 22.11.2018, Seite 10

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