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Sieg trotz schwächsten Viertels der Saison

Basketball-Oberligist Weser Baskets/Bremen 1860 schlägt Lesum in umkämpften Stadtderby mit 67:61

Es war genau das schwierige Spiel, das Cai Kaiser vor dem Tipp-Off in der  Basketball-Oberliga der Männer erwartet hatte: Im Stadt-Derby zwischen Basketball Lesum Vegesack (BLV) und den Weser Baskets/Bremen 1860 entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der sich der weiterhin ungeschlagene Liga-Primus strecken musste, um zwei Punkte einzufahren.

„Ich bin sehr glücklich über den Sieg und die Art und Weise, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind“, freute sich Trainer Cai Kaiser, „wir finden immer wieder Wege, um die Spiele zu gewinnen.“ Es sei zudem „auch ein gutes Spiel für unsere jungen Spieler und uns als Team gewesen, um daraus zu lernen“, resümierte er.

Die Gäste um ihren besten Akteur Michael Diederich (18 Punkte) starteten gut in das Spiel und führten früh mit 18:10. Dann allerdings fingen sich die Gastgeber um Top-Scorer Torben Rybarczik (16) und glichen nach einem 8:0-Lauf aus. Im zweiten Durchgang drückten die Gäste dem Spiel ihren Stempel auf, verteidigten bissig, erzwangen zahlreiche gegnerische Ballverluste, durch die sie sich mit erfolgreichen Tempogegenstößen eine 38:30-Führung erarbeiteten.

Der dritte Abschnitt sei laut Kaiser „unser schwächstes Viertel der ganzen Saison“ gewesen. Lesum hatte auf eine 2-3-Zonen-Deckung umgestellt und den Gästen gelang sieben Minuten lang kein Korb. Lesum ging nach einem 13:0-Lauf mit 43:38 in Führung, „weil sie sich gut auf unsere 1-3-1-Zonen-Verteidigung eingestellt hatten“, so Kaiser, „und immer wieder zu einfachen Punkten kamen“.

Bremen spielte gut mit, aber im dritten Viertel wollte einfach kein Ball reingehen. Selbst „einfache“ Würfe am Korb fanden nicht ihr Ziel. Nach sieben Minuten schaffte es der Ex-Lesumer Michael Diederich endlich und traf aus der Distanz, sodass es beim Stand von 46:45 für Lesum in die letzte Pause ging.

Im finalen Viertel stellte Kaiser seine Defense auf eine 2-3-Zonen-Deckung um, wodurch die Baskets insgesamt elf gegnerische Ballverluste erzwangen und ihrerseits zu einfachen Punkten kamen.

Ein 16:2-Lauf gleich zu Beginn legte letztlich den Grundstein zum Erfolg, dennoch blieb es knapp, „da wir unsere Freiwürfe nicht konstant trafen, als Lesum zu taktischen Fouls gezwungen war“, erläuterte Kaiser, dessen Team sich nun geflissentlich auf das Top-Spiel beim Delmenhorster TV (Sonntag, 2. Dezember, 16 Uhr) vorbereitet.

Weser Baskets/Bremen 1860: Awolola-Amuzat (2), Bashiri (17), M. Diederich (18), P. Diederich (5), Hanci (2), Ndhine (11), Plaschek (2), Schlon (6), Zense (4).

„Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir zurück gekommen sind.“
Baskets-Trainer Cai Kaiser

VON CHRISTIAN MARKWORT 
WESER-KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 29.11.2018, Seite 10      

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