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Weser Ladies ohne Spielglück

45:48-Pleite in Hannover

Es war ein Spiel, das die Basketballerinnen der Weser Baskets/Bremen 1860 eigentlich hätten gewinnen müssen – denn nach der knappen 45:48 (29:27)-Auswärtsniederlage in der 2. Basketball-Regionalliga der Frauen beim TK Hannover II verharrt das Team um Trainer Christopher Hupe weiter am Tabellenende und die Aussichten in Richtung Klassenerhalt schrumpfen von Spieltag zu Spieltag weiter. „Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass wir in dieser Liga mithalten können“, konstatierte Hupe nach Spielende, „aber wir brauchen jetzt auch bald einen Befreiungsschlag.“

Die „Weser Ladies“ kamen zunächst gut ins Spiel hinein und erspielten sich eine frühe Führung, die sie allerdings bereits bis zur ersten Viertelpause wieder abgeben mussten (15:18). Die folgenden zehn Spielminuten standen dann im Zeichen der Gäste um Top-Scorerin Saskia Goll (16 Punkte), bis zur Halbzeit konnten sich die Bremerinnen schließlich sogar eine knappe Führung erspielen (29:27). „Ab dem zweiten Viertel war aber stark der Wurm drin“, resümierte Hupe, „dies war ein Spiel, was wir gewinnen mussten und sicherlich konnten.“ Hannover sei zwar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, „aber aufgrund vieler Verletzungen sind sie mittlerweile schlagbar“, so Hupe. Gegen sein Team mussten die Gastgeberinnen um ihre treffsicherste Akteurin Michele Ziesemann (21) unter anderem auf die ehemalige Nationalspielerin Doro Richter verzichten, dennoch kam Hannover nach der Pause wieder ins Spiel zurück und setzte sich schließlich bis zur nächsten Unterbrechung auf zwei Punkte von den Gästen ab (40:38).

Im dritten Durchgang übertrafen sich beide Teams im Auslassen der Chancen, beide Mannschaften ließen beste Möglichkeiten liegen. „Leider standen wir uns oft selbst im Weg“, haderte Hupe, der sich insbesondere über die leichten Fehler unter dem gegnerischen Korb ärgerte: „Allein die Anzahl an vergebenen Korblegern hätte für mehrere Spiele gereicht“, sagte er, versuchte aber direkt wieder, seine Spielerinnen mental aufzurichten: „Der Einsatz stimmte mal wieder, aber die Spieldisziplin und der Glaube an die eigenen Stärken waren nicht auf dem Niveau, das es braucht, um in dieser Liga zu siegen“, bilanzierte er ernüchtert. Das müsse sich möglichst schnell ändern, sollte der Klassenerhalt nicht schon frühzeitig in unerreichbare Ferne rücken.

Die letzten zehn Minuten verliefen erneut überaus punktearm, mit 8:7 holte sich Hannover den Durchgang und setzte sich letztlich knapp, aber nicht unverdient durch. „Gegen das heimstarke Vörden wird es am kommenden Sonnabend nicht leicht, aber wir glauben an unsere Chance und wollen mutig um den Sieg spielen“, blickte Christopher Hupe auf das kommende Auswärtsspiel beim Tabellenfünften vom TV Vörden (Sonnabend, 1. Dezember, 16 Uhr), voraus. Das Team aus dem Landkreis Vechta rangiert derzeit mit ausgeglichener Bilanz knapp hinter Hannover, hat aber in Bezug auf die Punktedifferenz eine ähnliche Bilanz (-48) wie die Weser Ladies“ (-52), die mit einem Erfolg zumindest ansatzweise den Anschluss an das untere Tabellendrittel herstellen könnten.

Weser Baskets/Bremen 1860: Altenbeck (2), Berstermann (2), Böske, Engert (8), J. Goll (5), S. Goll (16), Heitmann (2), Lekaj (4), Sievers, Schlegl (6).

VON CHRISTIAN MARKWORT
WESER-KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 29.11.2018, Seite 12              
 

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