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Weser Ladies chancenlos

30:70 beim Spitzenreiter

Nach Ende der Begegnung in der 2. Basketball-Regionalliga der Frauen zwischen Spitzenreiter BG '89 Rotenburg/Scheeßel II und den Weser Baskets/Bremen 1860 hatte der Trainer der Gäste zumindest eine positive Erkenntnis sammeln können: "Wir haben uns nicht hängen lassen", erklärte Christopher Hupe nach der deutlichen 30:70 (8:36)-Niederlage an der Wümme, "und in so einem Spiel nur 70 Punkte zuzulassen, kann auch als Erfolg gesehen werden."
Die Gastgeberinnen um Top-Scorerin Tuba Poyraz (16 Punkte) waren mit einem sehr starken Team angetreten. Unter anderem spielten mit Mirja Beckmann und Andrea Baden (beide je 24) gleich zwei Spielerinnen, die in dieser Saison auch mit 25 Minuten pro Spiel Leistungsträgerinnen in der zweiten Bundesliga für die Rotenburgerinnen sind. "Diesen Klassenunterschied hat man bemerkt", so Hupe, "da Rotenburg größer schneller und athletischer war." So ging denn auch Durchgang eins klar an die Rotenburgerinnen (18:2), bis zur Pause taten sich die Gäste um ihre beste Werferin Saskia Goll (6) zudem sehr schwer mit der aggressiven Press-Deckung der Rotenburgerinnen.

Ein weiterer Nachteil für die Bremerinnen bestand außerdem in der Tatsache, dass mit Klara Engert und Jessica Goll gleich zwei wichtige Aufbauspielerinnen ausgefallen waren. "Und unsere weiteren Aufbauspielerinnen konnten diese Ausfälle auch nicht dauerhaft auffangen", verdeutlichte Christopher Hupe sein Dilemma in Hinblick auf Sina Ellberg (frühzeitig Foulprobleme) und Brisena Lekaj (Bänderriss im zweiten Viertel), "sodass wir weite Teile des Spiels ohne Aufbauspieler gestalten mussten."

Nachdem die "Weser Ladies" auch den zweiten Abschnitt klar verloren hatten (6:18), fing sich die Mannschaft nach der Halbzeitpause, konnte das dritte Viertel etwas ausgeglichener gestalten und sogar zu ihren Gunsten entscheiden (22:17), "In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann noch einmal zusammengerissen", lobte Hupe den Einsatzwillen seiner Spielerinnen, "und haben das Spiel respektabel gestaltet." Dennoch war der Klassenunterschied auch im finalen Durchgang mehr als deutlich, auch hier setzte sich der aktuelle Liga-Primus souverän durch (17:10) und sicherte sich dadurch zwei wertvolle Punkte im Kampf um die Tabellenspitze.

Den derzeit akut abstiegsbedrohten Bremerinnen steht am kommenden Spieltag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten ASC Göttingen (Sonnabend, 23. Februar, 18 Uhr) direkt die nächste Mammutaufgabe bevor, mit Leonie Bergmann und Katarina Flasarova agieren dort zwei Spielerinnen, die zu den besten Werferinnen der Liga zählen – und sich ausgerechnet gegen das Liga-Schlusslicht sicherlich keine Blöße geben wollen.

Weser Baskets /Bremen 1860: Sievers, Heitmann (1),  Altenberg (2), Böske (2), Ellberg (2), Rüskamp (2), Lekaj (2), Thielking (4), Berstermann (4), Schlegl (5), Goll (6).

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 21.02.2019, Seite 12

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