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Der Endspurt kommt zu spät

2. Basketball-Regionalliga: Weser Ladies 44:53 in Göttingen

Vor dem Spiel in der 2. Basketball-Regionalliga der Frauen zwischen dem ASC Göttingen und den „Weser Ladies“ von Bremen 1860 war im Team von Headcoach Christopher Hupe von einer schwierigen Aufgabe die Rede gewesen – schließlich musste der Abstiegskandidat aus der Hansestadt bei einem der Top-Favoriten in Sachen Meisterschaft und Aufstieg antreten und dazu noch auf den beruflich verhinderten Trainer verzichten. Nach der 44:53 (23:25)-Niederlage zeigte sich Team-Kapitänin Saskia Heitmann allerdings durchaus zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft.
„Göttingen, ist ein Team, das den Aufstieg in die 1. Regionalliga anstrebt“, verdeutlichte sie die Höhe der Hürde, „aber durch eine starke erste Halbzeit mit einer guten Defensivleistung haben wir in den ersten 20 Minuten tatsächlich nur 25 Punkte zugelassen.“

Die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Leonie Wegmann (15 Punkte) starteten gut ins Spiel und erspielten sich durch ihre aufmerksame und harte Verteidigung in der Offensive einfache Möglichkeiten, die jedoch ein ums andere Mal zu leichtfertig vergeben wurden. Durch die verschenkten Punkte verunsicherten sie sich nach und nach selbst, was sich unter anderem durch unnötige Ballverluste widerspiegelte. Hinzu kam eine Offensive, in der Göttingen die Struktur fehlte.

Es war das klassische Duell Favorit gegen Außenseiter, allerdings gestaltete sich die Partie weniger deutlich, als es die Tabellensituation vermuten ließ. Zu Beginn der zweiten Halbzeit trafen die Göttingerinnen ihre Würfe aus der Distanz zunehmend sicherer und konnten sich kontinuierlich weiter von den Gästen absetzen. Die „Weser Ladies“ konnten noch einmal näher herankommen und beeindruckten die spielstarken Gastgeberinnen im vierten Viertel wieder durch ihre starke Defensive. Auch deshalb konnte Göttingen im letzten Durchgang lediglich noch besagte neun Punkte erzielen.

Nach dem Seitenwechsel zog Göttingen das Tempo kurzzeitig an, schnelle Körbe, die durch ihre weiterhin aggressive Defense eingeleitet wurden, brachten den Gastgeberinnen vor dem finalen Viertel schließlich eine deutliche Führung ein (44:33). Außenstehende könnten das Gefühl bekommen haben, der ASC würde nun alles klar machen und davonziehen.

Doch die Gastgeberinnen ließen die Gäste kurz vor Schluss noch einmal auf sieben Punkte herankommen, woraufhin der ASC-­Trainer seine Mannschaft animierte, die letzten Minuten wieder fokussiert zu spielten, was letztlich zu einem nur wenig gefährdeten Heimsieg führte.

Am Sonntag, 10. März (16 Uhr), steht für die „Weser Ladies“ nun das nächste schwierige Spiel auf dem Programm: In eigener Halle empfangen sie den Tabellenzweiten von der BG ‚89 Rotenburg/Scheeßel II.

Weser Baskets/Bremen 1860: Sievers, Rüskamp, Goepfert, Engert (2), Heitmann (4), Atenbeck (5), Böske (5), J. Goll (6), Schlegl (10), S. Goll (12).

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 28.02.2019, Seite 8

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