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Bremen 1860 peilt den direkten Klassenerhalt an

Volleyball-Oberligist schlägt die VG Delmenhorst-Stenum mit 3:0 und verliert gegen die SG Karlshöfen/Gnarrenburg mit 0:3

Mit einem deutlichen Erfolg und einer ebenso deutlichen Niederlage beendeten die Volleyballerinnen von Bremen 1860 ihren Heimspieltag in der Oberliga. Nachdem sich das Team um sein Trainergespann Lars Thiemann und Oliver Nieß zum Auftakt beim deutlichen 3:0 (25:16, 25:17, 25:17)-Erfolg gegen den Absteiger TV Delmenhorst-Stenum zunächst schadlos hielt, mussten sich die Spielerinnen anschließend gegen die SG Karlshöfen/Gnarrenburg trotz erbitterter Gegenwehr genauso klar mit 0:3  (17:25, 27:29, 10:25) geschlagen geben.

Für den Coach lag der Grund für den klaren Erfolg gegen die Delmenhorsterinnen in erster Linie in einer geschlossenen Mannschaftsleistung. „Wir haben uns nur sehr wenige Eigenfehler geleistet“, konstatierte Nieß nach Spielende, „und haben am Ende vollkommen verdient gewonnen.“ Die ersatzgeschwächten Gäste präsentierten sich beim abstiegsbedrohten Nachbarn zwar deutlich verbessert als noch in den Partien zuvor, konnten aber lediglich mitspielen, statt selber Akzente zu setzen.

Die Gastgeberinnen dominierten den ersten Satz trotz eines frühen 0:2-Rückstandes nahezu nach Belieben und machten den Sack bereits nach gerade einmal 20 Minuten zu. Vor allem in der Abwehr agierte Bremen 1860 sehr aufmerksam und nahm den Gästen durchgängig den Wind aus den Segeln. Delmenhorst konnte somit nur wenig Druck am Netz entwickeln, um das Team der Gastgeberinnen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im zweiten Durchgang stemmten sich die Gäste vehement gegen die drohende Niederlage und lagen zeitweilig sogar mit 7:4 in Führung. Dieser Vorsprung hielt allerdings nicht lange, denn Bremen 1860 konterte, drehte den Spieß  zu seinen Gunsten um – und zog schließlich kontinuierlich bis zum deutlichen Satzgewinn davon.

Die anschließende Begegnung gegen die SG Karlshöfen/Gnarrenburg verlief aus Sicht von Bremen 1860 ebenfalls deutlich – nahm mit dem klaren 0:3 allerdings einen entgegengesetzten Verlauf. „Karlshöfen war  cleverer als wir“, resümierte Oliver Nieß, „beeindruckte das gesamte Spiel über mit einer aufmerksamen Abwehrleistung und hat besonders in Durchgang eins sehr druckvoll angegriffen.“  Der zweite Satz verlief enger und war umkämpfter: Zunächst führten die Gäste mit 15:11, ehe Bremen  auf zwei Punkte verkürzen konnte. Mit einer gelungenen Annahme begünstigte Sylvia Dammann-Kullik das 16:13 für die Gäste, im Anschluss glichen die Bremerinnen ein letztes Mal aus. „Wir konnten unseren Matchplan zu selten umsetzen“, erklärte Nieß, „eine steigende Fehlerquote hinderte uns daran, die Gegnerinnen ernsthaft unter Druck setzen.“ Gelang es doch einmal, hatte eine Gegenspielerin immer einen Arm dazwischen. In der finalen Phase des zweiten Satzes scheiterte Bremen 1860  immer wieder an der Karlshöfener „Abwehrwand“. Im dritten Satz fehlte schließlich der Glaube, wodurch Oliver Nieß folgendes Fazit zog: Wir haben drei wichtige Punkte, mit denen wir uns alle Optionen offen halten. Ziel bleibe weiterhin der direkte Klassenerhalt, „wir schauen nur auf uns, was die anderen Teams machen, können wir nicht beeinflussen“, betonte der Trainer.

Bremen 1860: Müller, Fischer, Röpke, Marohn, Bormann, Bashyam, Schöning, M. Witt, S. Witt.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 07.03.2019, Seite 8