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Der erste Turnierauftritt macht Mut

Bremen 1860: U 16 bei Nordwestdeutscher Meisterschaft Siebter – U 20 verpasst knapp das Treppchen

Sie liebt den Angriff. Die Zwei ist ihre Lieblingsposition; von dort schmettert sie die Bälle über das Netz – und das mit links. Volleyballerin Philine Abele war mit Bremen 1860 zum ersten Mal bei Nordwestdeutschen Meisterschaften und bereitete als Linkshänderin so manch einer Gegnerin Schwierigkeiten. Die erst Zwölfjährige spielt in der U 16 des Vereins. Bremen 1860 wurde in der U 16 aus dem Stand Siebter, der TV Eiche Horn gewann das Spiel um Platz elf mit 2:0 gegen den MTV Salzgitter mit 2:0 Sätzen. In der U 20 war 1860 als einzige Bremer Mannschaft am Start und wurde Vierter.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir Siebter werden, weil die anderen sehr stark sind“, sagte Philine Abele. Sie und ihre Teamkolleginnen sind zum Teil viel jünger als die Konkurrenz und noch unerfahren, was Turniere angeht. Die Jugendlichen wollten in Bersenbrück Erfahrungen sammeln. Immerhin hatten Bundesligavereine ihren Nachwuchs zur Meisterschaft geschickt, der SV Raspo Lathen, der die Meisterschaft gewann, zum Beispiel. Die starken Niedersachsen waren die ersten Gegnerinnen der 1860erinnen bei ihrer Premiere, die sie mit 0:2 Sätzen verloren. „Das war in Ordnung“, sagte 1860-Trainer Andreas Gronwald. Er freute sich, dass seine Mädels beim 8:25 und 13:25 nicht komplett untergegangen sind. Im Tiebreak setzten sie sich gegen die GfL Hannover durch und zogen als Gruppenzweite in die nächste Runde ein, in der sie keinen Sieg errangen. Das nahm den 1860erinnen nicht den Wind aus den Segeln; sie setzten sich im Spiel um Platz sieben im Tiebreak gegen BW Hemmendorf-Salzhemmendorf durch.

Die U 16 von 1860 spielt erst seit rund einem Jahr zusammen. Anfangs sei es mehr Freizeitvolleyball gewesen, sagte Andreas Gronwald. Dann wollten die Mädels von sich aus mehr und die Mannschaft stieg in den Ligabetrieb im Bezirk Bremen-Lüneburg ein. Gerade erst vollzog das Team den Schritt vom kleinen Feld und dem Vier-gegen-Vier-System der U 14 hin zum großen Feld und dem Spiel Sechs-gegen-Sechs. Ein fester Kern von zehn Mädchen hat sich gefunden, von denen zwei, eine von ihnen ist Philine Abele, zusätzlich zum Vereinstraining auch am Stützpunkt in der Ronzelenstraße trainiert. Derzeit wird die Mannschaft mit Gastschülerin Fiona Seadon verstärkt. Die 14-Jährige verbringt das Schulhalbjahr in Deutschland. In Brasilien spielt sie seit rund einem Jahr. Im Team sei sie nicht nur technisch, sondern auch mit ihrer guten Laune eine Bereicherung, sagte Andreas Gronwald.

Für die Nordwestdeutschen Meisterschaften konnten sich die besten Vereine aus den vier Bezirken Weser-Ems, Hannover, Braunschweig und Bremen-Lüneburg qualifizieren. Die Bezirksmeisterschaft war das erste Turnier für die 1860-U 16 auf dem Niveau, die Nordwestdeutsche Meisterschaft das zweite.

Die U 20 von Bremen 1860 hat schon deutlich mehr Turniererfahrung. 2018 wurden die 1860erinnen bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften Dritte. „Wir wären gern ins Finale gekommen, aber Lathen und Emlichheim waren eine Klasse für sich“, sagte U 20-Trainer Oliver Nieß. Als Gruppenerste zogen die Volleyballerinnen in die Zwischenrunde ein, wo sie gegen Gastgeber SC Union Emlichheim, den späteren Meister, die erste Niederlage einstecken mussten. Die zweite gab es gegen den SV Raspo Lathen. Im kleinen Finale um Platz drei ging es gegen den SV Bad Laer I, den die Bremerinnen in der Gruppenphase noch 2:0 schlugen. Bei ihrem zweiten Aufeinandertreffen setzte sich Bad Laer im Tiebreak durch, nachdem die Bremerinnen vier Matchbälle abwehren konnten und einen eigenen nicht nach Hause brachten.

U 16 Bremen 1860: Nele Heuerding, Betti Nielsen, Carlotta Schreiber, Elisa Klimm, Ewa Sonnenkalb, Marie Guthe, Nadine Mahnken, Lena Hencke, Ronja Gronwald, Veronika Hahnel, Michelle Lehnkeit, Fiona Rüdiger Seadon, Philine Abele, Iliana Abatielos.

U 20 Bremen 1860: Caya Kleemeyer, Ella Heitmann, Jana Kausch (C), Juli Eyink, Lisa Eyink, Liska Treude, Maj-Britt Heinemann, Malin Duckart, Paula Wessendorf, Pauline Duckart, Pauline Hebecker, Rebecca Ullrich, Rika Hagedorn, Anna Thuernagel.

VON LIANE JANZ
Stadtteilkurier, Ausgabe 04.04.2019, Seite 9

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