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Drei Medaillen für Gymnastinnen

Ärger bei Kampfrichterauslosung

Es waren nicht die erhofften Ergebnisse beim Deutschland-Cup der Wettkampfklasse in der rhythmischen Sportgymnastik, der in Rheinland-Pfalz ausgetragen wurde. Im Mehrkampf lief es für die Bremerinnen alles andere als gut, aber immerhin konnten im Einzel drei Medaillen mit nach Hause gebracht werden. Die Silbermedaille holte sich Emina Herenda von Bremen 1860 in der freien Wettkampfklasse mit dem Reifen. Bronze gab es für Lana Raczkowski vom Blumenthaler TV in der Juniorenwettkampfklasse ebenfalls mit dem Reifen. Und schließlich gewann Vivien Woitzik von Bremen 1860 in der Juniorenwettkampfklasse mit den Keulen die Bronzemedaille.

Die Wettkämpfe begannen jedoch mit einem enttäuschenden Mehrkampftag der Junioren und Senioren. Nach dem schlechten Ergebnis des letzten Jahres hatten Aleksandra Zapekina, Gabi Hemken und Stützpunkttrainerin Larissa Drygala das Training der Wettkampfklasse intensiviert und besonders im Gerätetechnikbereich die Übungen aufgestockt. Allerdings gelang es nicht einer der zehn Gymnastinnen, den Mehrkampf ohne Geräteverlust zu beenden. Zwei sehr gute Übungen ließen noch auf eine gute Mehrkampfplatzierung hoffen, aber alle verturnten die dritte Übung.

Eine perfekte Reifenübung

Emina Herenda gelang eine nahezu perfekte Bandübung, die Punkte für die Reifenübung berechtigten für die Finalteilnahme, aber die Ballübung begann gleich mit einem Verlust. Rang acht im Mehrkampf war nicht das erhoffte Top-sechs-Ergebnis, doch im Finale mit dem Reifen zauberte die Siebzehnjährige die lang ersehnte perfekte Übung auf die Matte und gewann Silber.

Die besten Mehrkampfplatzierungen erturnten sich Jessica Neterebski (JWK) und Aurelia Elmers (SWK), beide Bremen 1860, die aber in den einzelnen Handgeräten kein Finale erreichten.

Für eine Menge Ärger sorgte die Auslosung der Kampfrichterinnen. Man habe die Auslosung nicht im üblichen Verfahren gemacht, erklärte Bremens Landestrainerin Larissa Drygala. „Normalerweise äußere ich mich zu dem Thema nicht, aber die Auslosung ist einfach unprofessionell gelaufen. Es war der Wettkampfhöhepunkt für die Gymnastinnen, und da wird aus der Hüfte etwas Neues ausprobiert, das am Ende nicht funktioniert hat“, erklärte Drygala. Ein solches Verfahren sei den Leistungen der Mädchen nicht gerecht geworden, fügte sie hinzu. Der deutsche Turnerbund soll auf jeden Fall noch über die Vorkommnisse informiert werden.
VON RUTH GERBRACHT
Weser-Kurier, Ausgabe 23.05.2019, Seite 27

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