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Oldies in Höchstform

Die Ü50-Basketballer von Bremen 1860 holen Bronze bei der Deutschen Meisterschaft

Schon in früheren Jahren konnten sich die Bremer das eine oder andere Mal für eine Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse Ü45 und auch Ü50 qualifizieren. In der Endrunde kam man dann aber über hintere Plätze nicht hinaus. Erstmals gab es jetzt einen Podestplatz in dem nationalen Wettbewerb.

2019 wollten die Herren das Projekt „Deutsche Meisterschaft“ engagierter angehen. Die Basketballer aus Schwachhausen bildeten mit dem TV Georgsmarienhütte eine Spielgemeinschaft (diese Möglichkeit gibt es ab der Altersklasse Ü50). Die SG Bremen 1860 entstand.

Dass dieser Plan aufging, wurde schon im Qualifikationsturnier im Februar in Hamburg deutlich. Mit deutlichen Siegen gewannen die Kooperationspartner das Vorturnier. Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Freiburg war geschafft.

„Als wir die Gruppenauslosung für die Deutsche Meisterschaft in Freiburg sahen, waren wir erstmal schockiert“, gibt Volker Pott zu, der die Basketball-Oldies als Coach zur DM begleitete. Mit Charlottenburg und Paderborn waren der SG Bremen 1860 neben der SG Wiesloch/Leimen der Vierte und der Fünfte der letztjährigen DM zugelost worden.

„Am ersten Turniertag spielten die Jungs einen ganz starken Basketball und wir blieben in unserer Gruppe für uns und unsere Gegner völlig überraschend ungeschlagen. Vor allem, wenn man weiß, dass Charlottenburg-Berlin mit ehemaligen Bundesliga-Spielern aufläuft, plus Ex-Nationalspieler Lutz Wadehn“, so Pott weiter.

Damit war ein Platz unter den ersten Acht der Deutschen Meisterschaft und die automatische Qualifikation für die DM im nächsten Jahr sicher. Bis dahin schon ein riesen Erfolg. Dann stand das Viertelfinale gegen ART Düsseldorf an. Die Bremer kämpften sich durch das extrem hart geführte Spiel zu einem 47:36-Sieg. Das Halbfinale war erreicht.

„Der erste Turniertag mit vier Spielen hat uns alle einfach zu viel Kraft gekostet. So kamen wir nicht gut ins Halbfinale und mussten uns leider dem späteren Deutschen Meister SG Telgte-Boele mit 22:26 geschlagen geben. Da war mehr drin“, so Hajo Oertel, der Kapitän der SG Bremen 1860.

Die Mannschaft berappelte sich aber schnell und machte es dann im Spiel um Platz drei extrem spannend. Der Gegner, der TSV Rosenheim, sah lange wie der sichere Sieger aus. Dann machten Damir Bradara mit zwei Dreiern und Hardy Hinrichs mit einer 100%-Trefferquote von der Freiwurflinie das Spiel wieder spannend. Drei Sekunden vor Schluss stand es Unentschieden und die Rosenheimer hatten zwei Freiwürfe. Ausgerechnet der sicherste Schütze der Mannschaft aus Bayern traf nur einen der beiden Würfe. So ging das Spiel mit 34:33 an die SG Bremen 1860. Der Platz auf dem Treppchen war geschafft und der Jubel in der Mannschaft groß.

„Wir haben Geschichte geschrieben, ist wohl etwas zu hoch gegriffen. Fakt ist aber, dass erstmals eine Bremer Auswahl bei einer Deutschen Basketball-Meisterschaft einen dritten Platz belegt hat. Darauf sind wir unglaublich stolz.“ so Oertel.  
 
Deutscher Meister 2019 wurde Boele-Kabel (bei Hagen) im Endspiel gegen den Gastgeber USC Freiburg.

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Teilnehmer: hintere Reihe von links: Volker Pott (Coach), Holger Thamm, Gregor Vogelpohl, Roland Meier, Christian Dieckhöfer, Hardy Hinrichs, Hajo Oertel
Untere Reiche von links: Marc Günther, Jan-Dirk Bruns, Klaus Hannack, Uwe Kliemisch, Damir Bradara
 

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