News

Spielbetrieb

Rugby-Herren geben Sieg aus der Hand

Zweitliga-Team unterliegt im Pokalhalbfinale Stahl Hennigsdorf mit 35:38

Die Enttäuschung war ihnen anzusehen. Denkbar knapp sind die Rugby-Herren von Bremen 1860 im Halbfinale des Ligapokals ausgeschieden. Gegen Stahl Hennigsdorf aus Berlin unterlagen die Bremer auf heimischem Rasen 35:38. „Das ist richtig bitter, aber letztlich haben wir das Spiel selbst aus der Hand gegeben“, sagte 1860-Spieler Julio Cezar Shkembi.

Bei einem Strafkick holten die Gäste aus Berlin die ersten drei Punkte der Partie. Dann aber kam 1860: Die Topscorer der Bremer waren Moritz Melcher und Felix Orzcech. Sie legten alle Versuche und Orzcech trat auch die Strafkicks und Erhöhungen. Dank zweier Versuche und eines Straftritts führte 1860 mit 15:3, als die Gäste ihre Chancen nutzten. Stahl Hennigsdorf sei nicht wirklich stärker gewesen, als seine Mannschaft, sagte Julio Cezar Shkembi, aber die Berliner hätten sich nie aufgegeben und trotz Rückstand immer weiter gekämpft.

Sein eigenes Team sei sich nach der komfortablen Situation des Sieges zu sicher gewesen und habe die Konzentration schleifen lassen, so der Spieler weiter. Unachtsamkeiten der Bremer nutzen die Berliner für Versuche; es dauerte nicht lange und 1860 lag 15:17 zurück. Den Weckruf hörte die Schwachhauser Mannschaft und bäumte sich noch einmal auf, 1860 ging erneut in Führung, die Berliner blieben dran. Nur Sekunden vor Schluss stand es 35:31 zugunsten der Bremer. Quasi mit dem Abpfiff legten die Gäste ihren letzten Versuch und trafen auch die Erhöhung.

„Zum Ende hin haben wir den Ball nicht mehr unter Kontrolle bekommen und uns hinten rein drängen lassen“, sagte Julio Cezar Shkembi. Zudem haben Fehlpässe ihren Spielfluss unterbrochen und Tempo aus dem Spiel genommen, so der Flanker. Dabei hätten sie das Tempo nur konstant hoch halten und die nicht ganz so fitten Berliner müde laufen müssen. 1860 selbst war mit einer vollen Ersatzbank angetreten und konnte personell aus den Vollen schöpfen.

Für die Bremer Herren ist die Saison nun endgültig beendet. Bis Juli haben sie trainingsfrei und anschließend werden sie sich unter anderem mit Teilnahmen an Siebener-Turnieren und Beach-Rugby-Wettbewerben auf die neue Saison in der zweiten Rugby-Bundesliga vorbereiten.

Foto: Christiane Herde

WEITERE NEWS