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Die Zuversicht in beiden Lagern ist gross

Basketball: Bremen 1860 startet mit einer Damen- und einer Herrenmannschaft in die neue Oberliga-Saison

Wenn an diesem Wochenende die neue Spielzeit in der Basketball-Oberliga beginnt, stellt Bremen 1860 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen jeweils eine Mannschaft, die jeweils mit großen Ambitionen an den Start gehen. „Letztes Jahr hatten wir etwas Pech mit der Urlaubsplanung der Damen und einigen Verletzungen“, erklärt Neu-Trainer Cihat Sentürk, „und erreichten einen guten dritten Platz.“ Ohne dieses Pech wäre seiner Ansicht nach durchaus sogar der zweite Platz möglich gewesen, „aber Bürgerfelde war einfach zu stark“, so Sentürk.

Bei den Männern zeigt sich Headcoach Cai Kaiser ebenfalls zuversichtlich, legt allerdings weniger Wert auf die Platzierung. „Für uns steht die Entwicklung der vielen jungen Talente aus Bremen und Umgebung im Fokus“, erläutert der Erfolgstrainer der Vorsaison. Ziel des Oberligisten sei in erster Linie, die jungen Spieler an die erste Mannschaft heran zu führen und ihnen in der 1. Regionalliga einige Minuten Spielzeit zu geben. „Die Jungs sollen zunehmend mehr Verantwortung übernehmen“, schildert Kaiser – in Doppelfunktion auch für die Regionalliga-Mannschaft verantwortlich – seinen Plan mit dem Oberliga-Team.

Bei den Frauen freut sich Cihat Sentürk auf seine neue Aufgabe. „Die Alters-und Leistungsspanne im Kader ist riesig“, hebt er hervor, „wir haben 18-jährige dabei und es geht hoch bis in die hohen 40er.“ Einige Spielerinnen hätten „gerade mal die Jugendmannschaften verlassen“, führt Sentürk aus, „einige bringen dagegen sogar Zweitliga-Erfahrung mit“. Das alles unter einen Hut zu bringen und im Training zu koordinieren, sei für ihn „sehr spannend und anspruchsvoll“, versichert er.

Derzeit firmieren beide Teams in der neuen Saison jeweils als eigenständiger Verein Bremen 1860. „Wir haben das Ziel“, beschreibt Cai Kaiser die Marschrichtung der Oberliga-Männer, „eine ähnlich gute Rolle wie in der Vorsaison zu spielen.“ Dabei solle sich das Team zu einer Einheit entwickeln und sich gegenseitig unterstützen. Neben zahlreichen jungen Talenten hat Kaiser unter anderem mit Kapitän Michael Diederich und Martin Hanci einige erfahren Recken im Kader, „die die jungen Spieler an die Hand nehmen und ihre Erfahrung einbringen sollen“, skizziert Kaiser seinen Plan.

Das Saisonziel der Frauen ist für den neuen Trainer – der vor zwei Jahren nach einem schweren Motorradunfall sowohl mit einer Karriere als Spieler wie als Trainer eigentlich abgeschlossen hatte – nicht ganz so einfach zu setzen: „Dieses Jahr ist es etwas schwierig, eine Vorhersage zu treffen“, erklärt Sentürk, „der Osnabrücker TB ist wie letztes Jahr bereits mit zahlreichen ehemaligen Zweitligaspielerinnen bestückt und Quakenbrück ist traditionell immer gut ausgebildet.“ Die anderen Mannschaften seien „in etwa auf dem selben Niveau wie wir“, glaubt er, „deshalb erwarte ich, dass wir auf einen der ersten drei Plätze einlaufen können.“

Cai Kaiser würde sich „natürlich nicht gegen einen Aufstieg wehren“, versichert er, „allerdings ist das aus finanziellen Aspekten nicht realistisch.“ Seine Spieler werden in beiden Ligen zum Einsatz kommen, in der Oberliga lernen sie, mit größerer Verantwortung umzugehen und in der 1. Regionalliga geht es darum, ihnen über Spielpraxis die nötige Erfahrung zu vermitteln. „Ich denke, wir haben ein sehr junges Team, dass mit viel Tempo, Energie und Einsatz meine Spiel-Philosophie umsetzen wird“, versichert der ehrgeizige Coach. „Unser Saisonziel ist es, die Klasse zu halten und die Jungs zu entwickeln“, betont Kaiser, „alles andere wäre ein Bonus.“

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 19.09.2019, Seite 7

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