News

Spielbetrieb

Bereit für die Bundesliga

Sportgymnastinnen von 1860 erfüllen auch beim zweiten Aufstiegswettkampf die Erwartungen

Obwohl die Qualifikation am Ende keine große Überraschung mehr war, freut sich Bremen 1860 über zwei weitere Bundesliga-Mannschaften. Im Herbst kommenden Jahres wird der Verein in den gerade gegründeten 1. und 2. Bundesligen der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) antreten. Beide Bremer Teams haben auch im zweiten Aufstiegswettkampf in Berlin gute Leistungen gezeigt. Was die bei 1860 für die RSG verantwortliche Larissa Drygala am meisten erfreute: Auch die zweite Vertretung hätte sich als Fünftplatzierte der Staffel 2 für die 1. Liga qualifiziert. Allerdings lassen es die Statuten nicht zu, dass ein Verein mehrfach in einer Liga vertreten sein darf. In Staffel 1 setzte sich 1860 I knapp vor dem Team Hessen an die Spitze.

Bundesweit hatten sich 14 Mannschaften um die zehn Erstliga-Plätze beworben. Aufgeteilt in zwei Siebener-Staffeln, standen Ende November in Hachenburg und jetzt in Berlin zwei Qualifikationswettkämpfe auf dem Programm. In Berlin rief die Deutsche Turnliga (DTL) zwischen den sportlichen Vergleichen zudem die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik ins Leben, unter deren Dach die RSG-Ligen angesiedelt sein werden. Kurz nach ihrer Gründung verwarf die DTL dann gleich den ursprünglichen Plan, die RSG-Bundesliga in eine Nord- und eine Südstaffel einzuteilen – aus geografischen Gründen, wie Larissa Drygala sagte. Nun werden die zehn Erstligisten 2020 im Oktober und zweimal im November ihre Wettkämpfe an zentraler Stätte austragen. Larissa Drygala geht davon aus, dass sich für die 2. Bundesliga noch weitere Vereine melden werden.

Im Vergleich zum Wettkampf in Hachenburg hatte 1860 seine Teams für Berlin verkleinert. Diesmal schickten die Trainerinnen Aleksandra Zapekina (1860 II) und Birgit Passern (1860 I) jeweils nur fünf Gymnastinnen auf die Fläche, um die insgesamt zehn Übungen mit Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band zu turnen. Nach dem dritten Wettkampf-Wochenende in Folge zeigten einige 1860-Gymnastinnen Konzentrationsschwächen, die mehrfach zu Gerätverlusten führten. „Eine so hohe Belastung sind die Mädchen nicht gewohnt“, sagte Drygala. Die Wettkampfdichte habe für die Trainerinnen aber die positive Folge, dass sie jetzt schon Ende des Jahres wüssten, woran sie im Frühjahr mit ihren Schützlingen besonders arbeiten müssen.

Bundesliga-Qualifikation, Endstand, Staffel 1: 1. Bremen 1860 I, 2. Team Hessen, 3. TV Dahn, 4. KR School-Charlottenburger TSV, 5. Steh Kopf Westerburg, 6. TSV 03 Mommenheim, 7. TG Münsterland; Staffel 2: 1. Bayer 04 Leverkusen, 2. Eintracht Frankfurt, 3. Berliner TSC, 4. TV St. Wendel, 5. Bremen 1860 II, 6. SG Gütersloh/Bielefeld, 7. VfL Zehlendorf

1860 I: Julia Stavickaja, Jule Scheffer, Sandy Kruse, Lillie Schupp, Emilia Teljukina

1860 II: Katharina Braun, Emina Herenda, Vanessa Leipholz, Jessica Winter, Anastasia Janz

VON JÖRG NIEMEYER
Weser-Kurier
Ausgabe 10.12.2019, Seite 25

WEITERE NEWS
Spielbetrieb

Showdownturnier