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Bremen 1860 fehlt das Feuer

Volleyball-Oberligist verliert 1:3

Bis auf einen unerklärlichen Einbruch im zweiten Satz konnten die Volleyballer von Bremen 1860 das schwere Auswärtsspiel in der Oberliga beim Tabellenzweiten vom TuS Bersenbrück recht ausgeglichen gestalten und reisten trotz der 1:3 (22:25, 11:25, 25:21, 25:27)-Niederlage relativ gut gelaunt zurück in die Hansestadt. "Fast, aber nur fast, hätten wir den Favoriten in einer spannenden Endphase noch in den Tiebreak erzwungen", bilanzierte 1860-Trainerin Maike Uller-Fürst, "hauptsächlich ein starker, variabel spielender Außen und ein großer Mittelblock auf Bersenbrücker Seite machten uns zu schaffen."
Eine Führung zum Ende des ersten Satzes gaben die Gäste durch fehlenden Druck im Angriff bei den letzten Bällen" (Uller-Fürst) zu einfach an die Heimmannschaft ab. Es folgte oben erwähnter Einbruch auf allen Ebenen in Satz zwei. "Wir schnürten ein Schleifchen drum und schenkten den Satz an Bersenbrück", ärgerte sich die Trainerin über eine Art "Arbeitsverweigerung" ihrer Spieler. In den folgenden Sätzen stellte Bremen 1860 die Aufstellung  um, Paul Bormann rückte von der Diagonalen zurück auf die Mitte, Bjarne Fischer ging von Außen auf die Diagonale und Julian Kramer spielte auf Außen. Es folgte eine deutlich konzentriertere Leistung mit Satzgewinn, an die Bremen 1860 auch im vierten Satz anknüpfen konnte. Allerdings fehlte dem Team in der "Crunchtime" der Mut, und so schlichen sich Ungenauigkeiten in einige Aktionen ein, weshalb die Gäste neuerlich eine Führung verspielten. "Bis auf Satz zwei spielten wir gut mit", bilanzierte Maike Uller-Fürst, "letztlich aber leider nicht gut genug, um starke Bersenbrücker schlagen zu können."

Das nächste Spitzenspiel steht für Bremen 1860 nach einer zweiwöchigen Pause nun am Sonntag, 9. Februar (10 Uhr), an – dann gastiert das Team bei Spitzenreiter VSG Ammerland, "und wir haben richtig Bock, den Tabellenführer zu ärgern", zeigte sich die Trainerin – angesichts der Darbietung beim Tabellenzweiten – durchaus zuversichtlich.

Bremen 1860: Auge, Müller, Bormann, S. Witt, Röpke, Marohn, Eschner, Fischer, Rose, Kramer, M. Witt.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 30.01.2020, Seite 7