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Spielbetrieb

Niederlagenserie gestoppt

1860-Volleyballerinnen bezwingen Aufsteiger Zeven mit 3:2

Nach dem überraschend knappen 3:2 (25:20, 21:25, 25:23, 23:25, 15:12)-Auswärtssieg in der Volleyball-Oberliga der Frauen bei Aufsteiger TuS Zeven waren Spielerinnen und Trainergespann Oliver Nieß und Lars Thiemann von Bremen 1860 in erster Linie damit zufrieden, die Niederlagenserie gestoppt zu haben. "Zeven hat es uns insgesamt alles andere als leicht  gemacht", räumte Trainer Oliver Nieß nach der Rückkehr in die Hansestadt erleichtert ein, "und verlangte unserem dezimierten Kader alles ab, um das Feld letztlich als Sieger zu verlassen." Den Gästen fehlten mit Juli Eyink, Lisch Landt-Hayen, Eileen Keller, Anna-Sophie Stecker und Anna Thuernagel nicht nur fünf Stammkräfte, auch das eigentlich geplante Debüt von Kathinka Kappler musste aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden. So kam Pauline Hebecker aus der zweiten Mannschaft erstmals in der Oberliga zum Einsatz, "und machte ihre Sache gut", wie der Trainer versicherte.
Während 1860 den ersten Satz noch gut unter Kontrolle hatte und seine Angriffe ein ums andere Mal ins Zevener Feld versenken konnte, drehte sich der Spieß im zweiten Satz um und 1860 verlor den Faden. Zeven überraschte 1860 bis zum 18:10 im dritten Satz mit vielen guten Ideen, nach einer Auszeit aber besannen sich die Gäste auf ihre eigenen Stärken und drehten den Satz. Die Aufschläge gingen sicher ins Feld, während die Annahme des Gastgebers ins Wanken geriet und Bremen den Durchgang für sich entschied.

Der vierte Satz war letztlich eine Kopie des dritten, "wir waren zu statisch und konnten leider nur wenige Akzente in unserem Angriff setzen", so Nieß, "bis dann ein Ruck durch das Team ging und alle noch ein paar Schippen drauf legen konnten". Beim 23:23 war die Partie noch einmal völlig offen, Zeven aber hatte diesmal mit zwei guten Aktionen die Nase vorn und sicherte sich den Durchgang. Im mittlerweile fünften Tiebreak der Saison lag 1860 lange Zeit in Front, ohne sich allerdings entscheidend absetzen zu können – nutzte dann aber direkt seinen ersten Matchball zum verdienten Sieg. "Am Ende sind wir froh", freute sich der Coach, "das Ruder umgelegt zu haben, nun hoffen wir, mit einer gewissen Lockerheit in die nächsten Spiele gehen zu können." Das dürfte auch nötig sein – schließlich warten am Doppelspieltag in eigener Halle (Sonnabend, 8. Februar, ab 15 Uhr) mit dem VfL Wolfsburg und Liga-Primus SG Karlshöfen/Gnarrenburg zwei schwere Kaliber auf die Bremerinnen.

Bremen 1860: Bauch, Duggen, L. Eyink, Hebecker, Kleemeyer, Lück, Müller, Reins, Radtke, Stöver.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 06.02.2020, Seite 8