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1860-Frauen fehlt die Konzentration

Basketballerinnen verlieren 54:68

Trotz einer beeindruckenden Vorstellung von Kim Bellinger (15 Punkte) mussten sich die Basketballerinnen von Bremen 1860 dem TSV Quakenbrück im Oberliga-­Heimspiel mit 54:68 (25:35) geschlagen geben. „Es war schlicht ein Nachmittag zum Vergessen“, sagte Bremens Headcoach Cihat Sentürk, „das Spiel, das Kampfgericht, die Zuschauer und wir waren allesamt schlecht und unkonzentriert.“ Der Nutznießer der misslichen ­Situation seien letztlich die Gäste aus Quakenbrück gewesen, die in Lisa Siemund (19) ihre treffsicherste Akteurin auf dem Feld stehen hatten.
Direkt zu Beginn gab es Schwierigkeiten mit dem Kampfgericht, so dass Sentürk gleich drei Spielerinnen abstellen musste. „Das Kampfgericht war noch sehr jung und unerfahren“, sagte Sentürk, „daher war das erste Viertel von vielen Unterbrechungen geprägt.“ Gleichzeitig seien die Zuschauer immer ungeduldiger geworden, erläuterte Sentürk, „die Schiedsrichter konnten sich nicht auf das Spiel konzentrieren, haben immer häufiger schlechte Pfiffe genommen und dies übertrug sich dann nach und nach auf uns“. Dieser Umstand sei schließlich vom Headcoach „durch keinerlei Maßnahmen zu unterbrechen“ gewesen, so dass Quakenbrück am Ende „völlig verdient gewann“, wie Sentürk eingestehen musste.

Lediglich im dritten Viertel (15:12) lief es nach einer klaren und zum ersten Mal lauten Ansage des Bremer Trainers in der Halbzeitpause. „Aber am Ende haben wir gegen uns selbst verloren“, erläuterte der Trainer enttäuscht. Einen Lichtblick habe Sentürk dennoch ausmachen können: „Kim Bellinger kommt immer besser in Fahrt“, hob er hervor, „und konnte gegen Quakenbrück endlich ihre Abschlussqualitäten zeigen.“ Merna Quarra Shouli und Victoria Kehl hätten ebenfalls viele gute Aktionen gehabt, betonte Sentürk, „Kerstin Kriener hat die Lücke, die Anna Hofmann krankheitsbedingt hinterließ, gut geschlossen.“ Die Gastgeberinnen hatten laut ihres Trainers „viele gute Aktionen in der Offensive wie auch in der Defensive“, verdeutlichte der Trainer, „mit beiden auf dem Feld hätte es sogar fast klappen können“, meinte Sentürk.

Bremen 1860: Niaz, Oelke (1), Helbich (1), Busse (4), Kriener (7), Kehl (8), Quarra Shouli (9), Misiurek (9), Bellinger (15).

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 27.02.2020, Seite 8

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