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1860-Frauen siegen durch große Geschlossenheit

Oberliga-Basketballerinnen bezwingen Lesum Vegesack 57:49

Bremen.Vor dem "Tipp-Off" des Oberliga-Basketballspiels der Frauen zwischen Bremen 1860 und Lokalrivale Basketball Lesum Vegesack (BLV) hatten 1860-Abteilungsleiter Niklas Dettlof und einige Helfer eine ganze Menge vorzubereiten. Aufgrund der Corona-Regeln mussten sie nicht nur die Türen zu einer fremden Halle öffnen (statt am Baumschulenweg traten sowohl die Frauen als später auch die Männer in der Halle der Oberschule an der Julius-Brecht-Allee an), sondern hatten zudem noch dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Hygiene-Maßnahmen und -Vorbereitungen getroffen wurden. "Im Grunde genommen spielen heute beide Vereine auf fremden Terrain", antwortete Dettlof auf die Frage nach dem fehlenden Heimvorteil seiner Mannschaft", "aber damit werden wir schon zurecht kommen."

Und tatsächlich setzten sich die eigentlichen Gastgeberinnen in diesem prestigeträchtigen Lokalderby am Ende durch und schickten die Gäste mit einer empfindlichen 49:57 (33:28)-Niederlage zurück nach Bremen-Nord. Dabei hatte für den BLV mit seinen zahlreichen regional-erfahrenen Spielerinnen "und einer wesentlich tiefer besetzten Ersatzbank", wie 1860-Trainerin Daria Eickhoff betonte, zunächst alles auf einen Sieg hin gedeutet, nach ausgeglichenem ersten Viertel (16:16) setzten sich die Gäste um ihre beste Werferin Jessica Goll (22 Punkte) bis zur Halbzeit auf fünf Punkte ab. "Eigentlich war alles wie erwartet", resümierte 1860-Spielerin Stefanie Oelfke nach der Schlusssirene, "außer, dass wir ein weiteres Mal über eine hundertprozentige Defense einschließlich der optimalen Anpassung an die Gegnerinnen  sowie eine perfekt auf sie abgestimmte Offense und ein geniales Teamplay gewinnen konnten." Zudem sei es den Gastgeberinnen gelungen, das starke BLV-Pressing mit sicherem Passspiel und häufig anschließenden zwei Punkten auszuhebeln. Das habe "ein zweites Mal aus dem Stand und zum richtigen Zeitpunkt geklappt", freute sich Oelfke. "das schien zwar möglich, war aber nicht unbedingt zu erwarten gewesen".

Angeführt von der überragenden Flora Gulyas (32 Punkte) und von Trainerin Daria Eickhoff ebenso gut ein- wie auch aufgestellt kauften die Gastgeberinnen ihren Gegnerinnen zunehmend den Schneid ab und lagen nach Ende des dritten Viertels ihrerseits vorn (45:39). "Wir haben in der Defensive sehr gut gearbeitet", legte Stefanie Oelfke großen Wert auf eine starke Abwehrleistung, "und haben den BLV in der Offensive immer wieder nach außen gezwungen, wodurch Flora unter dem gegnerischen Korb viele Freiheiten bekam und die Chancen einfach super verwertet hat." Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg sei gewesen, "dass wir die vielen groß gewachsenen BLV-Spielerinnen kaum haben zum Zuge kommen lassen", betonte Oelfke, "wodurch wir uns letztlich auch vollkommen verdient mit dem Sieg belohnt haben."

1860 Bremen: Gulyas (32), Oelfke (13), Kehl, (6), Busse (4), Bellinger (2), Helbich, Misiurek, Niaz
Quelle: Christian Markwort
Weser-Kurier, Stadtteilkurier Mitte/Nordost, Seite 7, Ausgabe 24.09.2020
Bild: Bremen 1860

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