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Sieg und Niederlage für Bremen 1860

Oberliga-Volleyballerinnen schlagen die TSG Westerstede 3:2 und unterliegen Raspo Lathen 0:3

Bremen.Zum Auftakt der neuen Saison in der Volleyball-Oberliga  lagen bei den Spielerinnen von Bremen 1860 Leid und Freude ziemlich eng beieinander: In der Halle am Baumschulenweg musste sich die Mannschaft um ihr Trainer-Trio Oliver Nieß. Lars Thiemann und Patrick Lüttgen zunächst Raspo Lathen deutlich mit 0:3 (9:25, 19:25, 13:25) geschlagen geben, um sich in der zweiten Begegnung des Doppelspieltages gegen die TSG Westerstede mit 3:2 (13:25, 28:26, 25:17, 14:25, 15:8) durchzusetzen. "Lathen war an diesem Tag eine Klasse besser als wir", erklärte Oliver Nieß, "während sie eine beeindruckende Aufschlagquote vorweisen konnten, kamen wir insgesamt zu selten zu direkten Punkten."

Dadurch sicherten sich die Gäste um ihre Libera Renique van der Heide den ersten Durchgang sehr deutlich und hatten auch in den beiden folgenden Sätzen hatte das bessere Ende zumeist für sich. "Es war eine, auch dieser Höhe verdiente Niederlage", zeigte sich Nieß nach Spielende als fairer Verlierer.

In der darauf folgenden Partie gegen die TSG Westerstede klagte der 1860-Coach weiterhin über große Annahmeprobleme sowie über zu wenig eigenen Druck in Aufschlag und Angriff. "Die Spielerinnen schienen noch beeindruckt gewesen zu sein vom ersten Spiel", räumte Oliver Nieß ein, der für seine Mannschaft anschließend allerdings viele lobende Worte fand: "Im zweiten Satz haben sich die Spielerinnen gut ins Spiel hinein gebissen", führte er aus, "in der Crunchtime haben wir zwar kurz gewackelt, aber in der Verlängerung haben wir dann mit Geschick und etwas Glück gewonnen."

Angespornt durch diesen Etappensieg kamen die Gastgeberinnen im dritten Satz schließlich ins Rollen, über eine gute Annahme, "eine brillante Feldverteidigung" (Nieß) sowie ein gutes Stellungsspiel lancierte das Team wiederholt gute Angriffe, die immer wieder ihr Ziel fanden und schließlich zum verdienten Satzgewinn führten. Allerdings erlitten die Bremerinnen in Durchgang vier einen bitteren Rückschlag, das Team verlor gänzlich den Faden und fand nicht mehr zu seinem Spiel. "Wir haben uns viele Eigenfehler geleistet", erläuterte Oliver Nieß, "deshalb ging der Satzgewinn auch zurecht an Westerstede." Im finalen Durchgang offenbarte sich dann allerdings eine der großen Stärken der Bremerinnen: "Gib uns einen Tiebreak", sagte der Trainer, "und alle sind hellwach."

Die Teams wechselten beim Stand von 8:3 für 1860 die Seiten, die den Vorsprung zunächst sogar ausbauen konnten. Dann allerdings fiel die Spannung ab, die Gäste kamen wieder heran und es entwickelte sich eine spannende Partie auf hohem Niveau. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe, die Gäste hatten letztlich aber das bittere Ende für sich. "Leider waren wir in dem Satz komplett von der Rolle", ließ die TSG auf ihrer Homepage verlautbaren, "und lagen schnell 0:5 hinten." Dadurch habe auch das Aufbäumen zum Ende des Satzes die Niederlage nicht mehr abwenden können und 1860 nutzten den vierten Matchball zum 15:8-Satzgewinn.

"Lathen hat sich ganz klar als Top-Team präsentiert", konstatierte Oliver Nieß nach Abschluss des ersten Spieltages, " und Westerstede als starker Gegner, sodass es insgesamt ein durchwachsener Start wurde." Allerdings überwiege bei Mannschaft und Trainerteam die Freude darüber, "dass wir nach vier klar verlorenen Sätzen in Folge das Steuer herum gerissen und den Tag noch zu einem guten Ende gebracht haben", betonte der Coach – der gleichzeitig einige Lehren für die kommenden Segnungen hatte ziehen können: "Wir wissen, woran wir arbeiten müssen", bilanzierte Nieß, "und wo wir noch nicht so weit sind, wie wir gedacht hatten zu sein." Vor diesem Hintergrund verspreche sich der 1860-Coach "eine sehr spannende Saison, wo man in jedem Spiel, jedem Satz, bei jedem Punkt zu 105 Prozent präsent sein muss, um bei dieser Qualität der Gegner etwas ab zu bekommen". Den Beweis dafür, dass die Mannschaft dazu bereit ist, kann sie allerdings erst nach den Herbstferien antreten, wenn es zum Auswärtsspiel bei der SG Karlshöfen/Gnarrenburg geht (Sonnabend, 24. Oktober, 15 Uhr), ehe rund vier Wochen später der Doppelspieltag in eigener Halle gegen die Stadtrivalen von der BTS Neustadt und dm TV Eiche Horn II ansteht (Sonnabend, 21. November, ab 15 Uhr).

Bremen 1860: Bausch, Duggen, J. Eyink, L. Eyink, Keller, Kleemeyer, Kochems, Lück, Radtke, Reich, Reins, Stöver.
1860 Bremen: Gulyas (32), Oelfke (13), Kehl, (6), Busse (4), Bellinger (2), Helbich, Misiurek, Niaz

Quelle: Christian Markwort
Weser-Kurier, Stadtteilkurier Mitte/Nordost, Seite 8, Ausgabe 24.09.2020
Bild: Samuel Czerniak
Bildunterschrift: Von der deutlichen Niederlage gegen Lathen erholten sich die "1860-erinnen" und besiegten im zweiten Spiel Westerstede. Unser Foto zeigt Juli Eyink im Angriff.

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