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Rennies absolviert Deutschland Klassiker

Als erster Bremer finishte er Langdistanzen im Skilanglauf, Schwimmen, Radfahren und Laufen innerhalb eines Jahres

Er hat es geschafft! Als erster Bremer wurde Bernd Rennies in die „Hall of Fame“ des Deutschland Klassikers aufgenommen. Im für ihn finalen Wettbewerb, dem Marathon in Frankfurt, schaffte es der 65-Jährige locker ins Ziel. Begleitet wurde er die 42,195 Kilometer von seinem Sohn Lennart und 1860-Triathletin Sylke Leopold. Letztere hat Anfang 2020 noch die 50 Kilometer Skilanglauf vor sich, bevor sie als zweite Bremerin den Deutschland Klassiker komplett absolviert hat.

In Frankfurt legte es Bernd Rennies nicht auf eine neue Bestzeit an. Für seine Verhältnisse gemütlich ging es durch die von 10.000en von Menschen gesäumten Frankfurter Hochhausschluchten. Rund fünf Stunden waren Bernd und Lennart Rennies unterwegs. Die tolle Kulisse habe er sehr genossen, erzählt Bernd Rennies. “Das Highlight war der Zieleinlauf in die Festhalle“, sagt er. Über einen Teppich legten alle Finisher die letzten Meter des Marathons bis in die Halle zurück. Dort wartete die Ehrung als Absolvent des Deutschland Klassikers auf ihn und 34 weitere Athletinnen und Athleten – ein neuer Rekord. Die Absolventinnen und Absolventen bekamen ein Diplom in die Hand gedrückt und ein riesiges Stück Metall um den Hals gehängt. „So eine Medaille hab ich noch nicht gesehen“, erzählt der erfahrene Langstreckensportler, der schon so einige Medaillen zuhause hängen hat.

Um sich Absolvent des Deutschland Klassikers nennen zu dürfen, musste Bernd Rennies in einem Jahr die 50 Kilometer Skilanglauf des „König Ludwig Laufs“, die 300 Kilometer Radfahren bei der Mecklenburger Seenrunde, die 3,3 Kilometer beim Düsseldorfer „Usee Schwimmen“ und die 42,195 Kilometer beim Frankfurt Marathon finishen. Mit welcher Disziplin die Aspiranten beginnen, ist ihnen überlassen. 1860erin Sylke Leopold beispielsweise stieg erst bei der Mecklenburger Seenrunde ein.

„Der Deutschland Klassiker ist eine schöne Möglichkeit, die vier Sportarten miteinander zu verbinden“, erzählt Bernd Rennies. Zudem lernen die Sportlerinnen und Sportler einander im Verlauf des Jahres immer besser kennen und wachsen zu einer Gemeinschaft zusammen. Der fehlende Wettbewerbscharakter erleichtert dabei sicherlich einiges. Es geht nicht um die Zeiten, in denen es die Athletinnen und Athleten ins Ziel schaffen. „Viele sind erlebnisorientiert unterwegs“, erzählt Bernd Rennies. Was nicht heißt, dass die Teilnahme ein Spaziergang ist. Auch wer auf Langdistanzen „nur“ finishen möchte, muss einiges an Zeit ins Training investieren.

Bernd Rennies kann jetzt einen weiteren Haken auf seiner Bucket List machen – und sich neue Ziele setzen. Die neue Saison beginnt für ihn als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft mit der Teilnahme an der Europameisterschaft im Duathlon im April im nordrhein-westfälischen Alsdorf. Zehn Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und anschließend noch einmal zehn Kilometer Laufen gilt es dann auf Zeit zu bestehen. Aktuell hält der 1860er den Weltmeistertitel im Duathlon in der Altersklasse M65. Diesen Titel zu verteidigen, ist 2020 zeitlich nicht drin. Aber vielleicht kommt ja ein anderer Titel hinzu. Im Juni startet Bernd Rennies im Mixed-Team mit der Bremerin Antje Bernecker bei der Tour Transalp, einem insgesamt 800 Kilometer langen Radrennen verteilt auf sieben Tagesetappen und 18.000 Höhenmetern. Und im September möchte der Bremer bei der Triathlon-Weltmeisterschaft im niederländischen Almere Leistung zeigen. Das wird also ein trainingsintensiver Winter für den Leistungssportler.
 

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