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Starke Leistung der U15-Fechter

Bei Bremen 1860 trugen rund 85 Athletinnen und Athleten das traditionelle Schüler- und Jugendturnier aus

So voll war die Dreifachhalle von Bremen 1860 selten. Rund 85 Jugendliche aus dem ganzen Nordwesten sowie Berlin, Nordrhein-Westfalen und die Niederlande trugen das traditionelle Schüler- und Jugendturnier im Florettfechten bei Bremen 1860 aus. Der Ausrichterverein selbst hatte 16 Starterinnen und Starter von der U11 bis zur U15 in die Gefechte geschickt. Dabei stachen vor allem Elisabeth Wichmann, Lisbeth Buchwald und Matvey Mogilin heraus.

In der U15 holten Matvey Mogilin und Elisabeth Wichmann Platz eins, Lisbeth Buchwald wurde Dritte. Ihnen kam dabei die Erfahrung von überregionalen Turnieren zugute. In den unteren Altersklassen haben die Fechterinnen und Fechter noch keinen Leistungsdruck, sagte 1860-Trainer Sebastian Theiß. Erst ab der U15 fordere er seine Schützlinge; die Teilnahme an verschiedenen Turnieren in allen Teilen Deutschlands ist dann die Regel. Elisabeth Wichmann, die schon des Öfteren auch in den nächst höheren Altersklassen U17 und U20 angetreten ist, dominierte beim heimischen Turnier ihre Altersklasse. Allein im Finale setzte sie sich mit 15:2 Treffern durch.

Zweite in der weiblichen U15 wurde die Hamburgerin Clara Luise Grünert vor 1860erin Lisbeth Buchwald. „Lisbeth zeigt viel Trainingsfleiß und hat in diesem Jahr einen tollen Entwicklungssprung gemacht“, kommentierte Sebastian Theiß den dritten Platz seiner Fechterin. Er freute sich mit ihr über das verdient gute Ergebnis. Auch Matvey Mogilins Topplatzierung sei verdient gewesen, sagte der Trainer. Er hat gegen starke Konkurrenten gut gefochten und die Nerven behalten, vor allem wenn das Ergebnis knapp ausfiel. Im Finale setzte er sich beispielsweise mit 15:14 Treffern durch – enger kann eine Entscheidung nicht ausfallen.

In den unteren Altersklassen landeten die 1860-Fechterinnen und -Fechter zum großen Teil im Mittelfeld des Klassements. Dabei konnten sie abrufen, was sie im Training gelernt haben, und mit der Konkurrenz gut mithalten, sagte Sebastian Theiß. „Die Kleinen haben super gefochten!“ In vielen Vereinen werde der Fokus stark auf die Jahrgänge U11 bis U13 gelegt, während die Leistung abfällt, wenn der Nachwuchs in die Pubertät kommt. „Bei uns ist das umgekehrt“, so der Trainer. Die Kleinen werden zwar genauso gefördert, aber weniger gefordert als die Großen. Er habe aber gesehen, dass in den unteren Altersklassen Potenzial nachwächst und der Fechtsport im Nachwuchsbereich bei Bremen 1860 gut aufgestellt ist.

Wie gut er aufgestellt ist, zeigt Elisabeth Wichmanns Qualifikation für den European Cadet Circuit der U17 am 14. Dezember in Tauberbischofsheim. Es wird das erste Mal sein, dass eine Fechterin von Bremen 1860 in einem europäischen Ranglistenturnier an den Start geht. Für die Qualifikation hat Elisabeth Wichmann fleißig Punkte bei deutschen Ranglistenturnieren gesammelt und sich unter die besten 60 Fechterinnen in Deutschland gefochten. Für ihre Altersklasse ist die europäische Rangliste die höchst mögliche. Erst ab der U20 gibt es eine Weltrangliste. Wie ihre Chancen in Tauberbischofsheim sein werden, das könne er nicht einschätzen, sagte ihr Trainer Sebastian Theiß. Den Bremern fehlt dafür die Erfahrung auf dem europäischen Parkett.

Durch ihren Start dort wird Elisabeth Wichmann die Offenen Bremer Landeseinzelmannschaften verpassen. Die richtet Bremen 1860 ebenfalls am 14. und 15. Dezember in seinen Hallen im Baumschulenweg 8-10 aus. Dann in den Altersklasse U11 bis Senioren sowie in den Disziplinen Florett, Degen und Säbel. Der Eintritt ist für Zuschauer frei.
 

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