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Bremen 1860 bewahrt die Ruhe

Oberliga-Volleyballer siegen 3:0

Für Maike Uller-Fürst war der 3:0 (25:23, 25:23, 25:17)-Erfolg der Oberliga-Volleyballer von Bremen 1860 gegen das NWVV-Team spannender, als es das Resultat ausdrückte. „Eigentlich sollte es ein Pflichtsieg werden“, konstatierte die Bremer Trainerin, „doch wie angekündigt, sollte man die NWVV-Auswahl nicht unterschätzen.“ Schließlich sei es ihrer Erfahrung nach „nicht nur für die Spieler, sondern auch für uns Trainer, nicht ganz einfach, bei einem Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner mit der richtigen Einstellung auf das Feld zu gehen, die Konzentration hoch zu halten und die vorab erdachte Spielidee letztlich auch auf dem Spielfeld umzusetzen“.
Die Bremer um ihren Libero Matteo Witt begangen nervös, in den ersten beiden Sätzen zeigten sie ungewohnte Schwächen bei der Aufgabe. „Unser Aufschlag war schwach“, verdeutlichte Maike Uller-Fürst, „auch daran zu erkennen, dass wir keine Serien hatten.“ Nach höchstens zwei Aufschlägen wurde das Aufschlagrecht wieder abgeben, und so mussten sich die Bremer Punkt für Punkt gegen eine engagiert auftretende Gäste-Mannschaft hart erarbeiten. Die Abwehr und auch die Nahsicherung der Bremer – ganz gleich, ob Block-oder Angriffssicherung – waren schlecht oder fand gar nicht statt. Die Annahme war zu ungenau und Missverständnisse zwischen den Spielern sowie zahlreiche Abspracheprobleme führten dazu, dass sich 1860 keine beruhigende Führung heraus spielen konnte.

„Die Abwehrriege war unbeweglich und reaktionsschwach“, haderte die Trainerin, „und im Angriff hatten wir zu wenig Durchschlagskraft, das blieb auch im zweiten Satz so.“ Dennoch wurden beide Sätze glücklich gewonnen. „Positiv zu bewerten ist“, resümierte Uller-Fürst, „dass die Mannschaft auch die Nerven behielt, obwohl wir über längere Strecken im Rückstand waren.“ Erst im dritten Satz war Bremen lockerer und gewann deutlich.“Schön anzusehen war es nicht“, betonte die Trainerin, „am Sonntag spielen wir in Delmenhorst und müssen uns dort deutlich steigern.“

Bremen 1860: Auge, Müller, Bormann, Meywerk, Röpke, Marohn, Witzschel, Kramer, Witt, Bhashyam.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 12.12.2019, Seite 12