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Saisonunterbrechung sorgt für Hoffnung

Die Basketball-Teams von Bremen 1860 sehen in der Zwangspause die Chance für einen Neustart

Bremen. Der Niedersächsische Basketball-Verband hat den Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie bis einschließlich 31. Dezember 2021 eingestellt. Wäre Stefanie Oelfke vor dem Saisonstart in der Basketball-Oberliga West der Frauen gefragt worden, hätte die Interimstrainerin von Bremen 1860 eine klare Antwort gegeben: "Es war abzusehen, dass die Saison nicht regulär beendet werden kann", sagt sie, "und auch die jetzige Unterbrechung hätte ich mir schon früher gewünscht." Allerdings spielt bei 1860 nicht nur die Pandemie eine Rolle für den letzten Tabellenplatz – das Team befindet sich im Umbruch, vor Saisonbeginn hatten viele Spielerinnen aufgehört, in der Vorbereitung kamen zahlreiche Verletzungen dazu. "Unsere Kaderplanung ist noch längst nicht abgeschlossen", präzisiert die Interimstrainerin (Cheftrainerin Daria Eickhoff fehlt noch aufgrund ihrer Schwangerschaft), "auch deshalb sind wir hinter unseren Erwartungen zurück geblieben."

In der Pause sehe Oelfke nun allerdings die Chance, das Team neu auf- und einzustellen. "Vermutlich kehren einige verletzte Spielerinnen zurück, vielleicht stoßen auch neue Spielerinnen dazu", hofft sie. "Mir wäre eigentlich eine zweigeteilte Liga mit je fünf Teams lieber gewesen", erläutert die Spielertrainerin, "dadurch wäre es zu weniger Spielen gekommen und die Saison müsste nicht, wie vermutlich jetzt, bis in den April oder gar Mai hinein verlängert werden."

Auch für Abteilungsleiter Niklas Dettlof, ist der bisherige Saisonverlauf mehr als enttäuschend. "Natürlich sind wir bisher hinter unseren Erwartungen und Zielen geblieben", erklärt der Spieler der Oberliga-Männer. "Wir wussten, dass wir eine junge Truppe mit relativ wenig Erfahrung auf diesem Level haben, aber wir wussten auch um unsere Stärken." Diese hätten die Spieler allerdings zu selten abgerufen, erläutert Dettlof, "sodass wir meist lange mithalten konnten, uns am Ende allerdings häufig die Kraft fehlte, und wir mehrfach einen  Rückstand nicht mehr aufholen konnten." Dazu käme seiner Einschätzung nach, "dass wir mit sehr vielen hartnäckigen Verletzungen und Erkältungen zu kämpfen hatten". Das habe besonders in den letzten Partien und in zahlreichen Trainingseinheiten "für eine sehr dünne Personaldecke" gesorgt, verdeutlicht der Abteilungsleiter. "Jetzt gilt es, gesund zu werden und im Teamtraining wieder regelmäßig taktisch arbeiten zu können", wirft Dettlof einen Blick in die nahe Zukunft. "Sehr positiv ist auch die Kommunikation mit der zweiten Mannschaft", hebt Dettlof hervor, "viele Spieler haben sich für das Training und die Spiele zur Verfügung gestellt, dadurch konnten wir für mehr Manpower sorgen."

Basierend auf den Vorschriften werde das Team weiter im Training bleiben, sagt Dettlof, "wir starten ab sofort mit der Vorbereitung auf die Spiele im Januar, sofern sie denn stattfinden". Wir hoffen auf das Beste. Grundsätzlich sei die Unterbrechung des Spielbetriebs "extrem schade", findet Dettlof, "aber unter den aktuellen Umständen ist das durchaus nachvollziehbar." Positiv sei zudem, "dass Flexibilität im Spielplan signalisiert wurde, und so die Spiele im April und Mai nachgeholt werden sollen", zeigt sich Dettlof offen für den Vorschlag des Verbandes. "Das sorgt für Hoffnung, der Trainingsbetrieb ist durch die Entscheidung nicht betroffen und die Mitglieder unserer Sparte dürfen weiterhin, unter Einhaltung der Vorgaben, trainieren." Das sei seiner Meinung nach "sehr wichtig für die Teams, den Sport und die einzelnen Personen, verdeutlicht Dettlof, "um weiterhin positive Ablenkung zu erhalten". Generell erfreue sich der Basketball bei Bremen 1860" und auch in anderen Vereinen extremer Beliebtheit", habe der Abteilungsleiter festgestellt, "wir verzeichnen mehr Zuläufe als noch vor Corona und unsere Mannschaften wachsen".

Quelle: Christian Markwort
Weser-Kurier-Kurier, Stadtteilkurier Seite 6, Ausgabe 2.12.2021
Bild: Bremen 1860

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