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Gesichter des Vereins

Tausendsassa in Turnschuhen

Als sie zu Bremen 1860 kam, wusste sie erst gar nicht, dass sie es tat. Taekwondo war Kirsten Schäfers (3. Dan) Einstieg in den Verein. Damals trainierte Wolfgang Albers (7. Dan) seine Gruppen im Viertel, also weit weg vom Baumschulenweg. Schnell fasste Kirsten Schäfer in der Abteilung und auch im Hauptverein Fuß.

Bremen 1860: Wie fing das an mit dir und 1860?

Kirsten Schäfer: Mit Taekwondo hab ich 1988 in Sebaldsbrück begonnen. Weil ich aber im Viertel wohnte, hab ich etwas in der Nähe gesucht und 1990 durch Zufall Wolfgang Albers gefunden. Später haben wir eine zweite Hallenzeit in der Schule Thomas-Mann-Straße und als die Kunstturnhalle gebaut wurde, haben wir den Mehrzweckraum bekommen. Den haben wir gemeinsam zu unserem Trainingsraum eingerichtet, gestrichen, Matten verlegt und so weiter.

Bremen 1860: Der neue Raum hat dir und der ganzen Abteilung mehr Freiheiten gegeben, richtig?

Kirsten Schäfer: Aus einer Trainingsstunde wurden sechs oder sieben die Woche. Das ging durch den Neubau. Wo ich sowieso so oft im Verein war, hab ich immer mehr nebenher übernommen, hab die allgemeine Übungsleiterlizenz mit Taekwondo-Fachlizenz gemacht, später folgte die Kampfrichter- und Prüferlizenz mit praktischen Einsätzen. Die Organisation von Taekwondo-Turnieren so wie die Begleitung von Trainingslagern ergab sich automatisch.

Bremen 1860: Es blieb nicht unbemerkt, dass du so viel ehrenamtlich machst.

Kirsten Schäfer: Ich war jeden Tag im Verein und habe immer mehr Leute kennengelernt, auch außerhalb der Taekwondo-Abteilung. So kam es, dass ich auch bei anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise beim Turnen, organisatorische Aufgaben übernommen habe. Höhepunkt war die Organisation des Caterings bei der Kunstturn-Europameisterschaft 2000 in der ÖVB Arena. Das alles hab ich neben meinem Beruf gemacht. Ich bin ausgebildete Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin und habe 13 Jahre lang auf der Intensivstation im Klinikum Mitte gearbeitet.

Bremen 1860: Damit war aber bald Schluss.

Kirsten Schäfer: Als die Planungen für das therafit liefen, kamen erst Horst Neumann und dann Wolfgang Albers auf mich zu. Erst hab ich einen Jobwechsel abgelehnt und mich dann doch umentschieden. Seit dem 1.1.2000 arbeite ich hauptamtlich im therafit, am 1.3.2000 haben wir eröffnet und schon gleich in den ersten Jahren hab ich die stellvertretende Studioleitung übernommen. Ich hatte aber vorher schon zwei Rücken-Kurse von Udo Rediske übernommen. Die leite ich immer noch. Durch meinen Beruf, diverse Fachlizenzen im Fitness- und Gesundheitsbereich und die Arbeit im therafit hab ich genug Hintergrundwissen sowie Erfahrung gehabt, um 2012 die Leitung des Reha-Bereichs bei 1860 von Maren Hoops zu übernehmen. Mit zwölf Reha-Sportkursen haben wir angefangen, jetzt sind wir bei über 60 über die ganze Stadt verteilt.
 

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