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Felix Gerdes und Saliou Diop überzeugen

Bremen 1860 machen den Weserliga-Sieg der männlichen Gerätturner beim abschließenden Heimauftritt perfekt

Bremen 1860 hat auch am dritten und abschließenden Wettkampftag in der Weserliga der männlichen Gerätturner das dominierende Team gestellt. Mit 380,30 Punkten feierten die Schwachhauser bei ihrem Heimspiel in der Sporthalle am Baumschulenweg den dritten Sieg im dritten Wettkampf. Sie heimsten somit drei Mal die maximal möglichen 13 Teampunkte ein. Somit verwiesen die Bremer auch in der Gesamtwertung mit insgesamt 1115,7 Punkten die TuSG Ritterhude (1091,80) sowie den TV Grohn (1054,20) auf die weiteren Podestplätze.

In der Tageswertung hielten die Gastgeber die TuSG Ritterhude (368,25), den TV Grohn (349,85), Bremen 1860 II (326,95), den TV Grohn II (302,47) sowie die TuSG Ritterhude II (302,05) auf Distanz. „Dabei hatten wir einige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Trotzdem konnten wir uns dank guter Mannschaftsleistungen den ersten und vierten Platz sichern“, zog 1860-Trainer Thilo Jäger eine positive Bilanz. Er bedauerte es aber sehr, dass sich mit Pablo Broszio der beste Turner des TV Grohn beim Einturnen derart stark am Fuß verletzte, dass die Grohner ohne ihren Leistungsträger antreten mussten. „Wir bestreiten in dieser Woche noch das Schüler- und Einsteigerligafinale in Niedersachsen. Aus diesem Grunde haben wir auch einige Turner nicht turnen lassen“, informierte Jäger. Aus der zweiten Mannschaft, die zum zweiten Mal in Folge Rang vier herausholte, wollte er Felix Gerdes und Saliou Diop hervorheben. Diop erreichte mit 83,10 Punkten auch das beste Resultat seiner Mannschaft. Mit 15,20 Zählern glänzte Saliou Diop dabei am meisten an den Ringen. Am Reck teilte sich Diop die beste Wertung seiner Riege mit seinem Teamkollegen Felix Gerdes. Beide verzeichneten an diesem Gerät 13,80 Punkte. Mit 13,90 Zählern am Boden, 13,80 Punkten beim Sprung und starken 15,20 Zählern am Barren verbuchte Gerdes jeweils die beste Vorstellung seiner Formation. Vermisst wurden im zweiten Team Keno Lohmann, Janne van Vügt, Valentin Ihl sowie Kian Nugent.

„In der ersten Mannschaft haben alle Turner die erwartete Leistung abrufen können“, betonte Thilo Jäger. Auch deshalb bejubelten die Hansestädter insgesamt die mit Abstand beste Darbietung der Saison. Dabei waren Marc Hammermeister und Leo Reimer noch nicht einmal mit von der Partie. Als bester Turner seines Teams kristallisierte sich Joris Grunwald mit seinen insgesamt 98,90 Punkten heraus. Damit musste dieser sich in der Einzelwertung aller Aktiven nur Jan Felix Forster von der TuSG Ritterhude um 1,70 Zähler geschlagen geben. Für Forster war es aber der letzte Wettkampf in der Weserliga, da er in diesem Jahr noch 21 Jahre alt wird. Joris Grunwald offenbarte bei den Hausherren die besten Vorstellungen am Boden (18,00), an den Ringen (17,50) sowie am Reck (15,90). Am Reck teilte er sich die Bestleistung allerdings mit seinem Klubkameraden Nick Jäger. Am Pferd war Tom Albert mit 15,50 Punkten einen Tick besser als Grunwald und Jäger. Den besten Eindruck am Sprung hinterließen Nick Jäger und Niklas Prohn mit 16,10 beziehungsweise 16,00 Zählern. Am Barren ragte Bremens Raimon Espitalier mit seinen 17,10 Punkten heraus.

Das erste Team von Bremen 1860 offenbarte an fünf der sechs Geräte die beste Leistung aller Mannschaften. Nur an den Ringen mussten sich die Hansestädter mit 64,90 Punkten der TuSG Ritterhude um 0,65 Zähler beugen. „Bei dem sehr gut organisierten Wettkampf konnten aufgrund der Größe der Halle alle sechs Geräte gleichzeitig aufgebaut werden, was uns das umständliche Ab- und Neuaufbauen ersparte“, freute sich der Weserliga-Obmann Wolfgang Koschuch.

Somit hätten sich auch alle Aktiven sofort einturnen und ihre Übungen an allen Geräte durchziehen können, so Koschuch. Dieser musste unerwartet auch noch selbst als Kampfrichter einspringen, weil gleich vier Wertungsrichter ausfielen. An einigen Geräten war zum Teil wegen der Ausfälle nur noch ein Kampfrichter im Einsatz. Auch alle Teams hatten mit der Grippewelle zu kämpfen. Darunter litt vor allem die Mannschaft des TV Grohn.

Bremen 1860: Westphal 41,80 Punkte; Albert 77,40; Prohn 59,70; Woerner 75,50; Raimon Espitalier 61,70; Jäger 96,50; Grunwald 98,90.

Bremen 1860 II: Hornidge 65,10; Hartwig 80,00; Diop 83,10; Joan Espitalier 79,15; Waldher 63,70; Gerdes 70,30; Zirsch 75,75.

VON KARSTEN HOLLMANN
WESER-KURIER, Ausgabe 08.03.2018, Stadtteilkurier Nordost, Seite 8

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