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Vereinsleben

Schüller und Schilling bleiben im Amt

Die Delegierten von Bremen 1860 versammelten sich turnusmäßig, um über das Geschehen im Verein zu sprechen

Jetzt ist das Gleichgewicht wieder hergestellt. Eigentlich lädt Bremen 1860 alle zwei Jahre zu seiner Delegiertenversammlung ein. So haben es die Repräsentanten der 26 Abteilungen im vergangenen Jahr beschlossen. Da es aber gerade Jahre sein sollen, kamen sie gleich zwölf Monate später wieder zusammen. Dabei bestätigten sie Vize-Präsidentin Kirsten Schüller und Schatzmeister Michael Schilling im Amt, entlasteten das Präsidium, segneten den Haushaltsvoranschlag für 2018 und 2019 ab und beschlossen eine leichte Beitragserhöhung ab 2020.
 

In seiner Einführung erläuterte Vereinspräsident Hans Claussen den versammelten Delegierten Projekte, die Bremen 1860 derzeit und in naher Zukunft beschäftigen. Schon im Winter hat der Verein begonnen, seine Beleuchtung auf LED umzustellen und dadurch erheblich an Strom einzusparen. Der LED-Umbau wird zu 40 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Zudem wird über die Sommerferien der Boden in der großen Dreifachhalle im Baumschulenweg erneuert. In einer Gemeinschaftsaktion entfernten Mitglieder und Übungsleiter den alten Hallenboden, eine Fachfirma verlegte neues Parkett. „Es gibt auch Zweitverwendungen für den alten Hallenboden außerhalb des Vereins“, sagte Hans Claussen. Dadurch entfallen Entsorgungskosten. Außerplanmäßig werden über die Sommerferien auch die Heizung und die Warmwasser-Aufbereitung erneuert. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und tut ihre Arbeit nicht mehr so, wie sie es sollte. „An einer Erneuerung kommen wir nicht vorbei“, so der Vereinspräsident.
 

Die rund 44.000 Euro, die eine neue Heizung und Warmwasser-Aufbereitung kosten werden, waren im Haushaltsvoranschlag, den Geschäftsführer Horst Neumann vorstellte, noch nicht aufgeführt. Ohne diese Baumaßnahme würde der Verein das Jahr 2018 voraussichtlich mit einem Plus von 46.000 Euro abschließen. Ein Jahr später wird das Plus schon deutlich kleiner sein, erklärte Horst Neumann. Für 2019 kalkuliert der Geschäftsführer nur noch mit 23.000 Euro in Schwarz. Gründe dafür sind steigende Ausgaben unter anderem für Personal und die Instandhaltung der Sportstätten.
 

Diese beiden Posten schlugen auch 2017 am stärksten zu Buche, führte Schatzmeister Michael Schilling in seiner Gewinn- und Verlustrechnung aus. Der Verein hat etwa 2,3 Millionen Euro eingenommen und davon allein 1,3 Millionen Euro für Trainer, Übungsleiter und Service-Personal ausgegeben. Die Instandhaltung der Sportanlagen und die Betriebskosten betrugen zusammen 196.000 Euro. Mit weiteren Aufwendungen sowie Zinsen zusammen, hat Bremen 1860 im vergangenen Jahr rund 2,25 Millionen Euro ausgegeben und schloss 2017 mit einem leichten Plus von 28.000 Euro ab.
 

Genau wegen steigender Kosten und sinkender Überschüsse wollen Präsidium und Geschäftsführung den Vereinsbeitrag anpassen. Ab 2020 soll jedes Mitglied einen Euro mehr im Monat zahlen, andernfalls würde Bremen 1860 über kurz oder lang ins Minus rutschen. Die Delegierten stimmten der Erhöhung mehrheitlich bei zwei Enthaltungen zu. Bei der nächsten Delegiertenversammlung 2020 soll wieder über das Thema gesprochen werden, kündigte Horst Neumann an.
 

Aus den Rechnungen ausgenommen ist das geplante Schwimmbad. „Das soll sich völlig selbst finanzieren“, sagte der Geschäftsführer. Der Schwachhauser Sportverein plant, ein eigenes Lehrschwimmbecken auf seinem Gelände zu bauen, hätte dafür aber einen Platz des benachbarten Tennisvereins „Werder“ gebraucht. Der Tennisverein entschied sich gegen einen Platzverkauf, weshalb Bremen 1860 neu planen und kalkulieren muss.
 

Die abschließenden Worte der Versammlung gehörten Martin Hinrichs. Er hat bereits vor zweieinhalb Jahren die Aufgabe des Datenschutzbeauftragten von Bremen 1860 übernommen und klärte die Delegierten über die Neuerungen seit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung am 25. Mai auf und was sie für die Arbeit im Sportverein bedeuten.

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