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Vereinsleben

Gesund mit Karate

Karate-Trainer Ralf Diers von Bremen 1860 hat die Prüfung zur Trainer-B-Lizenz mit Schwerpunkt „Prävention/Haltung und Bewegung“ bestanden

Kraft, Ausdauer, Dehnung und geistige Einkehr – ein effizientes Rundumpaket in nur einer Sportart. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Karate kann das leisten. Wer die japanische Kampfkunst regelmäßig trainiert, formt viele verschiedene Körperpartien, tut etwas für seinen Geist und weiß sich im Notfall aus einer brenzligen Situation zu befreien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Vorteile der Sportart schon vor längerem erkannt und führt sie offiziell als gesundheitsfördernder Sport. Da liegt es nahe, dass sich Ralf Diers (5. Dan), Karate-Trainer bei Bremen 1860, auf dem Gebiet fortbildete. Der Sportler und Trainer hat über den Deutschen Karate-Verband die Trainer-B-Lizenz mit dem Schwerpunkt „Prävention/Haltung und Bewegung“ gemacht.

In 60 Unterrichtseinheiten musste der Trainer büffeln, Ausarbeitungen und Lehrproben einreichen und zum Schluss eine Prüfung ablegen. „Ich habe einen ganzen Batzen neuer Sachen gelernt und auch Dinge, die ich früher mal gelernt habe, wieder hervorgeholt“, erzählt Ralf Diers. Als Trainer ist der Karateka schon seit 1990 aktiv, damals noch in seinem alten Verein in Delmenhorst, bei dem er 1982 in den Kampfsport einstieg. Als er 2010 nach Bremen umzog, schloss er sich der Karate-Abteilung von Bremen 1860 an. „Nach drei Wochen hab ich eine Kindergruppe vererbt bekommen“, erzählt der Dan-Träger.

Inzwischen trainiert er auch Erwachsene und überlegt schon seit einiger Zeit, eine Gruppe für Ü50- oder Ü60-jährige Sportlerinnen und Sportler einzurichten. „Da philosophiere ich schon zwei Jahren drüber“, gibt er zu. Auslöser, die Fortbildung genau jetzt zu machen, war die Tatsache, dass sie in Bremen angeboten wurde, denn normalerweise stehen dafür Reisen nach Süddeutschland an. Aber auch eine etwa 70-Jährige Frau, die neu in sein Karate-Training gekommen ist, veranlasste ihn, den Schein zu erwerben.

„Wenn man Karate vernünftig macht, geht das auch ganz lange“, sagt Ralf Diers. Der Sport tut Gelenken, Bändern und Knochen gut, schult das Gleichgewicht und ist damit eine super Sturzprophylaxe. Zudem machen die Karate-Sportlerinnen und -Sportler vor allem während der Erwärmung viele Bewegungen, die unabhängig von der Sportart jedem guttun. Und so kann Ralf Diers auch unabhängig vom Karate Kurse leiten, die das Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“ tragen. „Ich kann ein Sportprogramm entwickeln für zehn Unterrichtseinheiten zum Thema Haltung und Bewegung, um Menschen an Sport heranzuführen“, fasst der Trainer zusammen. Und ergänzt: „Sport hält einem einen Haufen gesundheitlicher Probleme vom Leib und erspart Arztbesuche.“ Voraussichtlich im Herbst soll es mit einem Kursangebot mit Ralf Diers losgehen.
Wer so lange nicht warten möchte, kann jederzeit ins Karate-Training gehen. Während der Sommerferien trainieren die Sportlerinnen und Sportler verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen Ansprüchen jeder in seiner Intensität immer dienstags von 20 bis 21.30 Uhr einmütig zusammen. Nach den Ferien gelten wieder die regulären Trainingszeiten, die in unserer Sportsuche zu finden sind.

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