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Vereinsleben

Wind in ihren Segeln

In diesem Jahr haben insgesamt 16 Kinder ihren Surfschein beim Surfcamp im Rahmen unserer Ferienbetreuung gemacht

Noch stehen sie versammelt am Strand und gehen die wichtigsten Dinge durch, bevor sich die Hälfte von ihnen auf die Bretter stellt, das große Segel in der Hand, und versucht, sich vom Wind treiben zu lassen. Zwei Surfcamps von je einer Woche gehören seit 2014 fest zu unserer Ferienbetreuung im Sommer. Beim Initiator des Surfcamps Alexander Ronniger können die Kinder, die es möchten, auch den Surfschein ablegen. In der ersten Woche haben das fünf der 16 Mädchen und Jungen getan.

„Es waren viele dabei, die den Schein schon im vergangenen Jahr bei mir gemacht haben“, sagt Surflehrer Alex Ronniger. In der zweiten Woche waren es elf von zwölf Kids, die das Angebot wahrgenommen haben.

„Ich fang immer bei Null an, damit alle auf demselben Stand sind“, erzählt Alex über die Abläufe des Camps. Am Anfang geht es vor allem um die Fachbegriffe, von denen viele auch beim Segeln gebraucht werden. Dann gibt es „Brettspiele“ auf dem Trockenen. Die Kinder und Jugendlichen sollen zunächst ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich auf dem Surfbrett eigentlich steht – erst einmal ohne, etwas später dann mit Segel. Wenn sie dann auf den Unisee raus dürfen, halten die jungen Anfänger das Segel erst mal nur ganz am Mast fest. Das ist die Grundhaltung. „Man hat nur fünf Segelpositionen“, erklärt Alex. Die bauen alle aufeinander auf, und wenn die Kids das erst verstanden haben, ist surfen ganz einfach.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Unisee gibt es zunächst eine Theorieeinheit. Die wird auch direkt am Wasser immer wieder kurz wiederholt. „Was ist zu tun, wenn ich nicht sicher bin, wo der Wind herkommt“, fragt der Surflehrer seine Klasse auch am letzten Tag noch mal. Es gibt drei mögliche Antworten, die seine Schüler nach kurzer Beratung auch nennen können. Ist alles soweit klar, werden die Segel auf die Bretter gesteckt und es geht direkt vom Strand aus auf den Unisee. Paddeln ist dank Segel nicht nötig. Nach der gemeinsamen Mittagspause geht es mit einem ähnlichen Programm weiter.

Die Bretter, Segel und Neoprenanzüge stellt uns für unser Surfcamp der Hochschulsport zur Verfügung, zu dem Alex gute Kontakte pflegt. Dadurch ist das Material allerdings recht groß, weshalb vor allem Kinder von zwölf Jahren und älter am Camp teilnehmen dürfen. Alex Ronniger unterrichtet surfen schon seit rund 20 Jahren. Er hat seine Surflehrer-Lizenz beim Verein deutscher Wassersport-Schulen (VDWS) gemacht und einige Jahre im Ausland unterrichtet. Da lag es nahe, dass er die Idee eines Surfcamps auch bei Bremen 1860 vorbrachte und seitdem auch jedes Jahr umgesetzt hat.

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