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Vereinsleben

Jetzt beginnt die Verarbeitung

Der Leichtathlet von Bremen 1860 Kim-Christoph Jokel war als Startordner bei den European Championships im Einsatz

„Dabei sein ist alles“ ist nicht nur ein olympisches Motto. Um bei der Europameisterschaft der Leichtathleten dabei sein zu können, nahm Kim-Christoph Jokel einiges auf sich. Dabei stand der Leichtathletik-Trainer von Bremen 1860 bei den European Championships gar nicht auf der Laufbahn, sondern war als Startordner im Einsatz. Auch das war für ihn genauso unvergesslich, wie für die Athleten der Start bei dem sportlichen Höhepunkt.

Um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, begann Kim-Christoph Jokel bereits 2016 die Ausbildung zum nationalen Starter. Das beinhaltete einen zweieinhalbtägigen Lehrgang plus schriftlicher und mündlicher Prüfung einige Monate später. Vor etwa einem Jahr hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) den Bremer für vier Jahre in den nationalen Kader berufen, dem die 15 Besten Deutschlands angehören. Und nur zehn von ihnen kamen bei den European Championships zum Einsatz.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock konnte er vor der Europameisterschaft schon mal testen, was es heißt, bei einem großen Wettbewerb die Läuferinnen und Läufer in die Bahnen zu schicken. Als Starter hatte er dabei stets die Pistole in der Hand und gab das Signal für die Sprinter.

In Berlin hatte er dann eine andere Aufgabe. Als Startordner wies er die Athletinnen und Athleten zunächst in die Wettkampfordnung ein und brachte sie schließlich vom Vorbereitungsraum an den Start. Während ein Kollege den Abzug drückte, behielt Kim-Christoph Jokel die Startlinie im Blick. „Die ersten Tage hab ich noch mit meinem Englisch gekämpft und war außerdem so aufgeregt, dabei zu sein, dass ich erst gar nicht realisiert habe, welche prominenten Sportler bei den Einweisungen vor mir saßen“, erzählt der Leichtathlet.

Das ganze Drumherum hielt ihn so auf Trapp, dass er auch von den vielen guten Ergebnissen der Deutschen erst nach dem Wettbewerb etwas mitbekam. Die Atmosphäre im Stadion schwappte aber auch auf ihn über. Gerade wenn die Sportlerinnen und Sportler die Arena betreten, brachen die Leute auf den fast vollen Rängen in Jubel aus. „Dann stand ich mittendrin“, sagt Kim-Christoph Jokel. Mittendrin stand auch Herwig Renkwitz. Der Vize-Präsident des Bremer Leichtathletik-Verbands war der zweite Bremer, der bei dem Wettbewerb an der Rennstrecke stand. Allerdings nicht im Stadion, sondern in der Stadt bei den Marathonläufern und Gehern rund um den Breitscheidplatz.

Inzwischen ist der Startordner Jokel zurück in Bremen und realisiert erst jetzt, was er da eigentlich erlebt hat. Müde zwar, aber doch überglücklich, dabei gewesen zu sein. Da er bis 2021 für den nationalen Kader gesetzt ist, kommen bestimmt noch weitere unvergessliche Momente dazu.

Mit ihren Einsätzen im und für den Sport gehen die Leichtathletik-Trainer von Bremen 1860 für ihre Schützlinge mit gutem Beispiel voran. Einige von ihnen starten selbst noch regelmäßig bei Wettkämpfen; andere stehen dem Sport ehrenamtlich als Trainer und Kampfrichter zur Verfügung. Das umfassende Bild von Sport, das der Nachwuchs von seinem Trainerteam bekommt, ist Teil des nachhaltigen Gesamtkonzepts, dass die Leichtathletik-Abteilung seit ihrer Wiederbelebung vor anderthalb Jahren antreibt.

Kinder ab zehn Jahre finden den Einstieg in Leichtathletik bei Bremen 1860. Die Trainingszeiten stehen in der Sportsuche auf www.bremen1860.de. Nicht-Mitglieder können das Sportangebot des Vereins mit einem Gästeausweis zwei Wochen lang testen. Den Ausweis gibt es für zehn Euro von montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr in der Geschäftsstelle des Vereins im Baumschulenweg 6. Die zehn Euro werden bei Vereinseintritt verrechnet. Nähere Informationen zum Gästeausweis und zur Mitgliedschaft sind unter Telefon 21 1860 und E-Mail info@bremen1860.de erhältlich. Mehr zur Leichtathletik-Abteilung steht auf www.bremen1860la.de.

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