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Wiederbelebung der Judo-Selbstverteidigung

Die Judoabteilung von Bremen 1860 setzt neue Akzente und bezieht die Selbstverteidigungsausbildung des Deutschen Judobundes (DJB) in den laufenden Trainingsbetrieb ein.

Seit einigen Jahren wird die Wiederbelebung der Judo-Selbstverteidigung durch den DJB intensiv betrieben. Der Bund hat das Prüfungsprogramm grundlegend überarbeitet. Es beinhaltet nun die Wahlmöglichkeit Selbstverteidigung als Alternative zu den Anwendungsaufgaben vom 3. Kyu bis zum 3. Dan.

Die Judo-Selbstverteidigung ist ein sehr umfangreiches Teilgebiet des Gesamtkomplexes Judo und hat mit den Ansätzen des DJB deutlich an Realitätsbezug und Attraktivität gewonnen. Diese Entwicklung hat die Judo-Abteilung Bremen 1860 positiv aufgenommen. Im Mittelpunkt des Konzepts steht dabei das frühzeitige Auflösen von potenziell gefährlichen Situationen.

Ronald Zinke (3. Dan), Trainer-B-Selbstverteidigung (SV-Lehrer) und langjähriger Übungsleiter bei Bremen 1860, hat sich schon seit längerer Zeit mit der Thematik beschäftigt und musste feststellen, dass der Selbstverteidigungsaspekt im Judo viel zu wenig Beachtung findet. Darum erscheint es ihm sinnvoll, einen gesteigerten Teil an Selbstverteidigung im Judo-Unterricht zuzulassen. Sowohl Schüler, als auch Lehrer profitieren davon.

„Der Breitensport sollte den gleichen Stellenwert einnehmen wie der Wettkampfsport. Nur so wird es gelingen die Mitgliederzahlen im Erwachsenenbereich konstant zu halten, und neue Mitglieder zu gewinnen“, sagt der erfahrene Judotrainer.

Im Hinblick auf die umfassende Selbstverteidigungsausbildung hat die Abteilung Pratzen und Schlagkissen angeschafft, um den Bereich Atemi (Schlag und Tritttechniken) effektiv trainieren zu können. Viele Verteidigungshandlungen lassen sich nur in Verbindung mit Atemitechniken ausführen. Hebel und Festlegetechniken wurden bis auf wenige Ausnahmen herausgenommen, dafür aus anderen Selbstverteidigungssystemen Techniken hinzugefügt.

In Halle 8 von Bremen 1860 im Baumschulenweg 8-10 unterrichtet der Dan-Träger mittwochs von 20 bis 21.30 Uhr für eineinhalb Stunden ausschließlich Judo-Selbstverteidigung. Die Trainingseinheit ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Ein Judoanzug wird nicht benötigt. Einfache Sportbekleidung ist ausreichend. Langfristiges Ziel soll es sein, die Judo-Selbstverteidigung für den Breitensportler zu intensivieren und die Judoabteilung von Bremen 1860 in diesem Bereich weiter zu entwickeln.

Das Selbstverteidigungsprogramm richtet sich an jugendliche und erwachsene Judoka, die das normale Judotraining um die Aspekte der Selbstverteidigung erweitern möchten. Anfänger haben die Möglichkeit, über die Selbstverteidigung in das Judotraining einzusteigen. So bietet die Selbstverteidigung im Judo eine hervorragende Möglichkeit, eigenes Können vor

einem anderen Hintergrund umzusetzen, sowie neue Techniken und Taktiken kennenzulernen und Übungsformen und Situationen mit dem Ziel zu trainieren, die Bedrohung mit allen dazu nötigen Mitteln möglichst verletzungsfrei zu neutralisieren. Mit der neuen Ausrichtung möchte Bremen 1860 Judoka die Möglichkeit eröffnen, sich intensiv mit dem Thema Selbstverteidigung auseinanderzusetzen, ohne eine neue Kampfsportart erlernen zu müssen.

Interessierte Übungsleiter oder Prüfungsanwärter aus anderen Vereinen des Bremer Judoverbandes sind zudem jederzeit willkommen, sich über Trainingsmethoden, Trainingsinhalte, Techniken der Judo-Selbstverteidigung zu informieren oder miteinander auszutauschen. Dieses durchgängige Konzept der Judo-Selbstverteidigung wird gegenwärtig nur von der Judo-Abteilung von Bremen 1860 angeboten. Gleichzeitig erfüllt es die Anforderungen an ein modernes Selbstverteidigungssystem.

Nicht-Mitglieder von Bremen 1860 können das Training mit einem Gästeausweis zwei Wochen lang testen. Den Ausweis gibt es für zehn Euro von montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr in der Geschäftsstelle von Bremen 1860 im Baumschulenweg 6. Die zehn Euro werden bei Vereinstritt verrechnet. Nähere Informationen zum Gästeausweis sind unter Telefon 21 1860 oder E-Mail info@bremen1860.de erhältlich.

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