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Vereinsleben

Titelregen für 1860-Fechter

Seltene Mannschaftswettbewerbe

Mit dem Deutschlandpokal und der Bremer Landesmannschaftsmeisterschaft bestritten die Fechter von Bremen 1860 gleich zwei der seltenen Mannschaftswettbewerbe hintereinander. Dabei treten jeweils drei Fechterinnen oder Fechter pro Mannschaft in festgelegter Reihenfolge nacheinander gegen die Gegner an; in einem Team mit vier Athleten wird rotiert. Daraus ergeben sich insgesamt neun Gefechte; das Team, das als erstes 45 Treffer erzielt, gewinnt.

Bremen 1860 kann mit seinen Ergebnissen zufrieden sein: Bei den Landesmannschaftsmeisterschaften beim HFC Bremen aus Walle landeten alle angetretenen Teams im Jugendbereich konkurrenzlos auf Platz eins. Nur die U17-Herren-Florettfechter mussten als amtierende Landesmeister den Titel gegen den Gastgeber ausfechten und verteidigten ihn. Luis Wassenaar, Tom Willems, Julian Dubischar und Finn Bischof siegten deutlich mit 45:18 Treffern. Bei den Senioren kam lediglich ein Wettbewerb im Herrendegen mit drei Mannschaften zustande. Der FC Bremen-Nord siegte in beiden Kämpfen und wurde Landesmeister. Die 1860er Michael Albrecht, Dietrich Seevers, Kai Bischof und Sebastian Theiß waren im verbleibenden Gefecht gegen den TuS Komet Arsten siegreich mit 45:37 und landeten so auf dem zweiten Platz.

 Im Deutschlandpokal-Gefecht beim Hamburger FC Rothenbaum konnte das Herren-Florettteam mit Tore Hoffmann, Tom Willems und Julian Dubischar einen knappen Sieg in letzter Minute einfahren. So war der Stand zu Beginn des vorletzten Gefechts noch 26:30, Tom Willems konnte den Rückstand auf drei Punkte verkürzen. Im letzten Gefecht gab Tore Hoffmann alles und das Team siegte 45:44.

Die Herren bestritten den Auftakt des Deutschlandpokals, in dessen Rahmen bis Juni Florettfechter aus immer zwei Vereinen in den verschiedenen Runden gegeneinander antreten. Bei den Damen, die etwas später in den Wettbewerb starteten, hatte Bremen 1860 das Heimrecht. Lara Kleinschmit, Clara Neumann und Elisabeth Wichmann fochten gegen den Fechtklub Hannover zwar technisch nicht sehr sauber, aber trotzdem souverän. Lediglich Lara Kleinschmit hatte in ihrem Duell gegen die stärkste Hannoveranerin Katharina Kroggel einige Schwierigkeiten. Sie ging mit einer Führung auf die Bahn; die Hannoveranerin schaffte dann den Ausgleich auf 29:29. In ihren restlichen Gefechten holten die Bremerinnen die Punkte wieder rein. Im Finalgefecht siegte Clara Neumann deutlich gegen eben jene Katharina Kroggel. Der Endstand von 45:38 hat Bremen 1860 in die nächste Runde gebracht.

„Unsere drei hatten die Härte und die Gewohnheit, Turniere zu fechten“, sagte 1860-Fechttrainer Sebastian Theiß. Sie waren auch schneller als die Gäste aus Hannover. Das Ziel für die kommenden Runden sei, technisch saubere Gefechte abzuliefern. Die Gegner für die nächste Runde, die voraussichtlich im Januar gefochten wird, stehen derzeit noch nicht fest.

VON RAINER JÜTTNER
WESER-KURIER, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 17.12.2018, Seite 6   

 

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