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Vereinsleben

Flexibel bleiben mit Judo

Wie bei Bremen 1860 der weltweit am meisten verbreitete Kampfsport ausgelebt wird, gibt es am Budotag am 26. Januar zu sehen

Wechselhaft, obwohl sie noch gar nicht so alt ist, ging es in der Judo-Abteilung von Bremen 1860 zu. Zwar zeigte Susanne Albers zu Beginn der Neunzigerjahre Kindern schon einige Wurftechniken, wirklich technisch und organisatorisch ausgereift war das aber noch nicht. Die entsprechende Basis brachte erst Dieter Schittkowski in den Verein, als er mit seinem JCSB Bremen mit 1860 fusionierte. 1996 gilt als das Geburtsjahr der Judo-Abteilung.

Was Kinder und Erwachsene seitdem auf den blauen und roten Matten lernen, erfahren Familien am Budotag am Sonnabend, 26. Januar, von 14 bis 18 Uhr. An dem Tag stellen sich alle fünf Kampfkünste vor, die bei Bremen 1860 gelehrt werden, so auch Judo.

Wörtlich übersetzt bedeutet Judo „sanfter Weg“ oder auch „flexibler Weg“. Gegründet von Kanō Jigorō im 19. Jahrhundert als Symbiose aus alten Jiu-Jitsu-Stilen, ist Judo die weltweit am meisten verbreitete Kampfsportart. Die Vorläufer des Judo gehen bis ins erste Jahrhundert zurück, als am japanischen Kaiserhof regelmäßig Ringkämpfe stattfanden. Noch heute staffeln sich die Wettkampfklassen nicht unbedingt nach Gürtelgraden, wie in anderen Kampfkünsten üblich, sondern nach Gewichtsklassen.

Unter Dieter Schittkowski schafften die 1860er den Aufstieg in die zweite Bundesliga, stiegen, nachdem er in den Ruhestand gegangen war, in die Regionalliga ab und starteten dort bis Anfang der 2000er Jahre. Nachdem sich die Mannschaft auslöste, wird Judo bei Bremen 1860 nur noch als reiner Breitensport mit einem Schwerpunkt auf dem Kinder- und Jugendtraining betrieben. Einige Kinder und Jugendliche treten auch heute bei Wettkämpfen an.

Neben dem allgemeinen Techniktraining bietet die Abteilung auch effektive Selbstverteidigung nach einem Konzept des Deutschen Judo-Bundes, an. Kinder können ab vier Jahre immer montags und dienstags jeweils von 15 bis 16 Uhr in den Sport einsteigen. Nicht-Mitglieder können mit einem Gästeausweis das Vereinsangebot zwei Wochen lang testen. Den Ausweis gibt es für zehn Euro in der Geschäftsstelle im Baumschulenweg 6 von montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr. Die zehn Euro werden bei Vereinseintritt verrechnet. Nähere Informationen zum Gästeausweis gibt es unter Telefon 21 1860 oder E-Mail info@bremen1860.de.