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Vereinsleben

Mit Fuß, Faust und Geist

Die älteste Kampfsport-Abteilung Taekwondo stellt sich am Budotag am 26. Januar vor

Sie ist die Seniorin unter den Kampfsport-Abteilungen bei Bremen 1860. Die Gründungsgeschichte der Taekwondo-Abteilung ist zur Legende geworden: Als der 1860-Geschäftsführer Horst Neumann bei Susanne Kimbel anrief und mit ihr über den Aufbau einer Judosparte für Kinder sprechen wollte, brachte sie Wolfgang Albers, ihren späteren Ehemann, ins Gespräch. Ob es statt Judo nicht auch Taekwondo sein könne, fragte sie den Chef. Der Trainer brauche nur eine Halle und dann kommen die Leute schon, versicherte sie. Rund 40 Kindern gab er so auch am 1. November 1986 die allererste Taekwondo-Stunde und wurde als Meister und Abteilungsleiter nach Raimund Michels zum zweiten großen Kinderfänger des Vereins.

Warum, das sehen Familien am Budotag am Sonnabend, 26. Januar, von 14 bis 18 Uhr. An dem Tag stellen sich alle fünf Kampfkünste vor, die bei Bremen 1860 gelehrt werden, so auch Taekwondo.

Die Zusammensetzung des Wortes aus Tae (Fuß), Kwon (Faust) und Do (Weg) verdeutlicht schon, worum es eigentlich geht: dynamische Fuß- und Handtechniken dienen der effektiven Selbstverteidigung; sie zu erlernen ist ein vielschichtiger Weg. Taekwondo ist die einzige nicht-japanische Kampfkunst, die bei Bremen 1860 gelehrt wird. Der Sport in seiner heutigen Form entwickelte sich aus der Bewegungskunst koreanischer Mönche, die zum einen der Meditation und zum anderen der Verteidigung ihrer Klosteranlagen diente. Diese Mönche gaben ihre Bewegungskunst seit 2000 Jahren an die Bevölkerung weiter. Nach dem Ende der japanischen Besatzung 1945 war der koreanische General Choi Hong Hi einer der ersten, der Taekwondo nach Europa gebracht hat.

Bei Bremen 1860 trainieren die Taekwondoka nach einer ausführlichen Erwärmung die Techniken ohne Vollkontakt. Die Fußtritte und Faustschläge enden entweder kurz vor dem Körper des Trainingspartners oder in einem speziellen Trainingskissen, der Pratze. In Spitzenzeiten haben bis zu 500 Kinder und Erwachsene Taekwondo trainiert, wodurch Meister Albers nach dem Kinderbewegungszentrum die zweitgrößte Abteilung im Verein leitete. Inzwischen ist vor allem im Kinderbereich wegen der Umstellung auf Ganztagsschulen die Mitgliederzahl gesunken. Noch immer reicht die Altersspanne aber von acht bis weit über 60 Jahre. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal der Kampfsportarten bei Bremen 1860, dass auch Erwachsene mit 40 Jahren und älter noch in den Kampfsport einsteigen, während ein Vollkontakttraining in anderen Einrichtungen diese Altersgruppe häufig abschreckt.

Kinder ab acht Jahre können immer montags von 17 bis 18.30 Uhr, dienstags von 16 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 16.30 Uhr in den Kampfsport einsteigen. Für Erwachsene bieten sich die Anfängerstunden dienstags von 20 bis 21.30 Uhr sowie freitags von 10 bis 11.30 Uhr und von 18 bis 19.30 Uhr an. Nicht-Mitglieder können mit einem Gästeausweis das Vereinsangebot zwei Wochen lang testen. Den Ausweis gibt es für zehn Euro in der Geschäftsstelle im Baumschulenweg 6 von montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr. Die zehn Euro werden bei Vereinseintritt verrechnet. Nähere Informationen zum Gästeausweis gibt es unter Telefon 21 1860 oder E-Mail info@bremen1860.de.

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