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Vereinsleben

Auch in sozialen Fragen für seine Mitglieder da

„Wohnen für Hilfe“ bringt ältere Menschen und Studierende zusammen – am Infonachmittag am 15. März bei Bremen 1860 erfahren Senioren wie

Die Einkaufstüten sind zu schwer, der Rasen müsste mal wieder gemäht werden und eigentlich wäre es schön, öfter mal jemanden zum Schnacken zu haben. Viele ältere Menschen haben solche Gedanken und Wünsche. Mit dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ kann ihnen Abhilfe geschaffen werden, zumindest wenn sie kontaktfreudig und offen für Neues und andere sind. Als mitgliedsstarker Partner will Bremen 1860 das Projekt unterstützen und informiert Mitglieder und interessierte Nicht-Mitglieder am Freitag, 15. März, von 16 bis 18 Uhr in seiner Geschäftsstelle im Baumschulenweg 6 über den Ablauf und die Vorzüge von „Wohnen für Hilfe“.

Dann werden neben Martin Stöver von der Paritätischen Gesellschaft für soziale Dienste auch eine Seniorin und die Studentin, die bei ihr wohnt, von dem Projekt und ihren Erfahrungen in der generationenübergreifenden Lebensgemeinschaft berichten.

Von der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport initiiert und in Trägerschaft der Paritätischen Gesellschaft für soziale Dienste ausgeführt bringt das Projekt ältere, überwiegend allein lebende Menschen mit Studierenden aller Nationalitäten zusammen. Die beiden Parteien schließen einen Vertrag ab: für jeden Quadratmeter, den der Student oder die Studentin mietfrei im Haus oder in der Wohnung eines älteren Menschen bewohnt, arbeitet er oder sie eine Stunde im Monat in Haus und Garten, hilft am Computer, bei Einkäufen oder macht andere Handreichungen. Wichtig ist dabei, dass die studentischen Mitbewohner weder pflegerische noch Handwerkerarbeiten übernehmen. Nebenkosten wie Heizung und Wasser werden in Euro berechnet.

 „Es gibt viele ältere Menschen, die einsam sind“, sagt Martin Stöver. Insofern will das Projekt auf der Seniorenseite sozialer Isolation entgegenwirken und einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen länger in den eigenen vier Wänden leben können. „Studenten haben große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden“, so Martin Stöver weiter. Für sie hat „Wohnen für Hilfe“ den Vorteil, ein bezahlbares Zimmer zu finden. Auf der Studentenseite übernimmt das Studierendenwerk Bremen als Kooperationspartner die Vermittlung.

„Beide Seiten sollten ihre Wünsch genau definieren“, sagt Sabine Gäthje, Projektleiterin „Wohnen für Hilfe“ bei Bremen 1860. Die Vorstellungen und Wünsche beider Seiten werden miteinander abgeglichen und so passende Paarungen zusammengestellt. Bremen 1860 zeigte sich schnell für eine Kooperation offen, weil der Verein nicht nur eine große Säule im Sport, sondern auch in sozialen Belangen für seine Mitglieder da sein möchte. „Die Idee ist einfach toll“, sagt Sabine Gäthje. Vielleicht finden sich sogar Paare, von denen beide Seiten bei Bremen 1860 Sport treiben. Dann ließe sich beispielsweise der Anfahrtsweg gemeinsam meistern.

„Wohnen für Hilfe“ wird in anderen deutschen, vor allem Universitäts-, Städten bereits erfolgreich praktiziert. Bremen 1860 möchte daran mitwirken, dass es auch in der Hansestadt Fuß fasst. Die Informationsveranstaltung am 15. März richtet sich ausschließlich an Seniorinnen und Senioren, die einem jungen Menschen für einige Semester ein Zimmer zur Verfügung stellen möchten.

Die Teilnahme an dem Infonachmittag ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf www.wohnenfuerhilfe-bremen.de.

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