News

Vereinsleben

„Alles feierte“

Die Turnerinnen Roswitha Wahl und Renate Recknagel von Bremen 1860 sind mit vielen tollen Eindrücken von der Weltgymnaestrada zurückgekehrt

Da standen sie nun – rund 30 000 Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt wollten ins Stadion und feierlich die Weltgymnaestrada im österreichischen Dornbirn eröffnen. Sie alle hatten sich auf eine Zeremonie, wie sie sie beispielsweise bei Olympischen Spielen im Fernsehen sehen, gefreut, erzählt Roswitha Wahl. Doch wegen eines aufziehenden Gewitters wurde ihnen der Einlass verwehrt, die Eröffnungsfeier verschoben. Dennoch wurde das weltgrößte Breitensportfestival der Welt eine gelungene Veranstaltung. Die beiden Turnerinnen von Bremen 1860 Roswitha Wahl und Renate Recknagel gehörten zur rund 20 Personen starken Bremer Delegation.

Mit insgesamt etwa 3000 Athletinnen und Athleten war Deutschland hinter der Schweiz die zweitgrößte Nation bei den Spielen. Bei so vielen Menschen hatten die Bremerinnen und Bremer mit ihrer turnerischen Variante der Bremer Stadtmusikanten nur einen offiziellen Auftritt. Das störte aber Roswitha Wahl und Renate Recknagel nicht. Sie fanden auch andere Möglichkeiten, der Welt zu zeigen, was sie können. Beispielsweise seien sie in eine Hochzeit hineingeraten; dem Brautpaar schenkten sie spontan eine turnerische Darbietung. Wenn Roswitha Wahl erst einmal anfängt von der Weltgymnaestrada zu erzählen, hört sie so schnell nicht wieder auf. Die Begeisterung ist noch immer groß.

„Die ganze Welt kam zusammen und war einfach nur fröhlich“, sagt die Turnerin. Die Atmosphäre sei unglaublich gewesen; ohne Wettkampfdruck waren sie alle Freunde. Zeitgleich mit der Weltgymnaestrada gab es in Dornbirn einige Stadtteilfeste. „Alles feierte“, so Roswitha Wahl. Besonders ein Auftritt der Schweizer lässt sie nicht los: 1200 Sportlerinnen und Sportler standen gleichzeitig bei einer Choreografie mit Gymnastikbällen auf der Fläche. „Das war unbeschreiblich“, erzählt die 1860erin. Die Auftrittsorte waren über mehrere Städte verteilt. Auch nach Bregenz führte es die Bremerinnen und Bremer. Dort wurde im selben Zeitraum bei den Bregenzer Festspielen auf der Seebühne Giuseppe Verdis „Rigoletto“ aufgeführt. Für Jugendliche, die bei der Weltgymnaestrada auftraten, habe es eine kostenlose Aufführung der Oper gegeben, so Roswitha Wahl.

Insgesamt sei die Gymnaestrada tiptop organisiert gewesen, erzählt die Sportlerin weiter. Alle freundlich, alle hilfsbereit, alles sauber, das Essen super. Die beiden 1860erinnen erfüllten sich mit der Teilnahme an dem Festival einen lange gehegten Traum. Ein wenig schade findet Roswitha Wahl, dass es nur rund 20 Bremerinnen und Bremer waren, die in den Genuss der Weltgymnaestrada kamen, während beispielsweise aus Freiburg mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler vertreten waren. Die nächste Chance, sich bei dem Breitensportfestival zu zeigen, gibt es in vier Jahren. Dann in den Niederlanden.

WEITERE NEWS