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Bremer Eisprinzessin bei "Holiday on Ice"

Vom 19. bis 23. Februar ist in der ÖVB-Arena die Show "Supernova – Reise zu den Sternen" zu erleben

Heiße Küsse auf dem Eis. Nein, das Liebespaar – die Hauptdarsteller der neuen „Holiday on Ice“-Show „Supernova“ – posiert nicht nur in seinen knappen Glitzerkostümen in der kalten Bremer Eissporthalle „Paradice“. Die heiße Liebe ist schon echt. Denn der kanadische Eiskunstlauf-Profi Peter Gerber und seine kalifornische Kollegin Mariyah sind seit Kurzem ein Ehepaar.

Von Mittwoch, 19., bis Sonntag, 23. Februar 2020, sind die beiden in der „Holiday on Ice“-Show „Supernova, Reise zu den Sternen“ in der ÖVB-Arena zu erleben. Gut zwei Monate vorher geben sie schon einmal eine Kostprobe ihres Könnens: In immer neuen Hebefiguren, Pirouetten und Salti wirbeln sie über das Eis, um dann für einen kurzen Flirt mit dem Publikum an der Bande zu stoppen. Und trotz der eisigen Temperaturen ist immer nur Lächeln angesagt. Schließlich lässt Peter Gerber seine Frau Mariyah mit Leichtigkeit wie einen Propeller auf seinem Kopf rotieren. Die Produktion warte mit einer Mischung aus Eiskunstlauf und Artistik auf, bei der die Läufer teilweise nicht nur auf dem Rücken liegend Schlittschuh fahren, sondern auch über der Eisfläche durch die Luft schweben, sagt Peter Gerber.
Die Reise beginnt im hohen Norden

Die Reise zu den Sternen beginnt für das Liebespaar im hohen Norden. Das Publikum wohnt einer Verlobungszeremonie bei. Ein riesiger Schneesturm trägt die Liebenden in die unendlichen Weiten des Weltalls hinein. Ganz am Ende werden sie per Supernova, einer intergalaktischen Explosion, zurück in den hohen Norden, mitten hinein in das spektakuläre Farbschauspiel der Polarlichter katapultiert. „Holiday on Ice“ lässt es also zumindest im Februar in der ÖVB-Arena schneien. „Und damit die ‚Supernova‘-Show noch plastischer wirkt, kommt eine 3D-LED-Wand aus individuell bespielbaren und beweglichen Würfeln zum Einsatz“, erläutert Pressesprecherin Nadine Matzat.

Kreativ-Direktor ist wie bei den beiden Shows zuvor auch dieses Mal wieder der Brite Robin Cousins, der 1980 selbst den Olympiasieg holte. „Als neuen Kostümdesigner haben wir diesmal Stefano Canulli verpflichtet, der schon für den Friedrichstadt-Palast und für den Cirque du Soleil gearbeitet hat“, erzählt Matzat. Rund 300 Kostüme habe er entworfen. In einem Trailer ist schon einmal zu sehen, wie das wirken soll: wie eine Mischung aus Andersens „Schneekönigin“ und frivolem Pariser „Moulin Rouge“-Flair, ein Mix aus Feuer und Eis. Denn aus dem frostigen Königreich voller schwebender Eiskristalle geht es ab auf einen  glamourösen Catwalk. 

Die amerikanische Eis-Show braucht sich indes um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen. Im vergangenen Jahr, anlässlich ihres 75. Geburtstages, wurde die Holiday on Ice Academy ins Leben gerufen. Ein Förderprojekt, das auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Als Schirmherren fungieren die Stars der letztjährigen Produktion „Showtime“, die deutschen Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot. 30 Tourneestationen absolvieren die 40 Profi-Eiskunstläufer allein in Deutschland. In jeder Stadt konnten sich Schülerinnen und Schüler per Video um einen Auftritt bei „Holiday on Ice“ bewerben.

Für Bremen wurde Joceline Iyeke-Lilik ausgewählt. Die Eisprinzessin, die am Nikolaustag neun Jahre alt geworden ist, gleitet beim Pressetermin bereits jetzt souverän wie ein Profi übers Eis. Kein Wunder: Sie war eineinhalb Jahre alt, als sie das erste Mal Schlittschuhe anzog. Im zarten Alter von vier Jahren begann sie mit dem Eislauf-Training beim Verein 1860. Hier trainiert sie sechs Mal die Woche, mehrere Stunden täglich.

Für ihren Auftritt im „Paradice“ hat sie sich die Siegerfarbe Gold ausgesucht. In ihrem hautengen Dress geht sie in die Sitz-Pirouette, um dann in die schwierige Biellmann-Pirouette zu wechseln. Auch die Standard-Sprünge wie den doppelten Rittberger hat sie bereits drauf. Und, gar kein Lampenfieber? „Nö“, sagt die Drittklässlerin aus Delmenhorst, die in Huchting zur Schule geht, selbstbewusst und lächelt dabei verschmitzt. Schließlich hat sie schon eine Meisterschaft in Holland bestritten. Ende Januar 2020 folgt der nächste internationale Wettkampf in Lettland.

Erst im März wurde Joceline Iyeke-Lilik Bremer Landesmeisterin, kürzlich belegte sie den zweiten Platz beim Hessenpokal in Frankfurt am Main. Dort wird sie in den Ferien auch von ihrer Tante trainiert, die selbst einmal Profi-Eiskunstläuferin war und nun ins Trainergeschäft gewechselt ist. Sie war es auch, die ihre Nichte für das Eiskunstlaufen begeisterte und für das Nachwuchs-Casting anmeldete. Für ihren großen Tag bei der Bremer „Holiday on Ice“-Premiere hat Joceline mit ihrem Trainer eigens eine eigene Kür einstudiert. Bei „Supernova“ wird sie Anfang des zweiten Aktes und im großen Finale über das Eis kurven.

Die Reise zu den Sternen ist mit der Show „Supernova“ von Mittwoch, 19. Februar, bis Freitag, 21. Februar, um 19 Uhr zu sehen, am Sonnabend, 22. Februar, um 15 und 19 Uhr und am Sonntag, 23. Februar, um 13 und 16 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf, auch im Pressehaus in der Martinistraße und unter der Telefonnummer 04 21/36 36 36.

VON SIGRID SCHUER
Weser-Kurier
Ausgabe 10.12.2019, Seite 11

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