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1860 verliert das Spiel in der Annahme

Volleyball-Regionalligist unterliegt den Vallstedt Vechelde Vikings in eigener Halle mit 0:3

Bremen.Am Ende fielen zwar viele lobende Worte, doch dafür konnten sich die Volleyballer von Bremen 1860 letztlich nichts kaufen: Mit 0:3 (18:25, 17:25, 23:25) musste sich der Aufsteiger den Vallstedt Vechelde Vikings in ihrer Halle am Baumschulenweg geschlagen geben. „Es war wieder ein gutes Spiel von uns“, teilte 1860-Libero Matteo Witt nach Spielende mit. „Es war viel Licht dabei, aber in einigen Phasen war leider dann doch immer wieder zu viel Schatten.“

Wie bereits bei der ersten Niederlage zum Saisonstart in Hildesheim hielten die Gastgeber auch dieses Mal gut dagegen und wehrten sich nach Kräften gegen die zweite Niederlage in Folge. Mit Neuzugang Timur Divanoglu und Jan Hencke aus der zweiten Mannschaft kamen die Hausherren gut in Satz eins hinein, nach 2:7-Rückstand holten sie dank einer starken Serie auf 6:7 auf, über 16:12 und 22:16 kamen die Gäste allerdings zu sechs Satzbällen und sicherten sich den ersten Durchgang deutlich. Auch der zwischenzeitliche Wechsel von Akhil Bhashyam für Justin Röpke sowie eine Verwarnung wegen Verzögerung gegen Vallstedt half den Bremern in dieser Phase nur wenig. Die Gäste ließen sich nur selten beeindrucken und setzten ihre Gastgeber regelmäßig unter Druck. „Mit Timur, eigentlich ein Außenspieler, der nach nur zwei Trainingseinheiten über die Mitte kam, und Jan waren wir auf dieser Position etwas durchgewürfelt“, erläuterte Witt. „Umso beeindruckender war, dass wir gerade dort die schönsten Blockpunkte erzielen konnten.“

Satz zwei verlief wesentlich deutlicher zugunsten der Gäste, über 0:3 und 3:11 erspielten sich die „Wikinger“ schließlich acht Satzbälle und legten mit dem 2:0 die Grundlage zum Erfolg. „Die großen Spieler auf der Gegenseite stellen einen undurchdringlichen Sichtblock“, skizzierte Matteo Witt den Verlauf, „über den Vallstedt mit guten Float-Aufschlägen zum Erfolg kam.“ Bei den Hausherren geriet die Annahme dadurch ein ums andere Mal ins Wanken, der Spielaufbau gestaltete sich schwierig, was den 1860-Angreifern das Leben, gegen die hoch gewachsene Gäste-­Defensive sehr schwer machte. Zudem konnte sich Vallstedt mehrfach über starke Serien von den Bremern absetzen, eine starke Serie der „60er“ mit fünf Punkten in Folge konterten sie mit einer Dreier-Serie und sicherten sich den zweiten Satz.

Den dritten Abschnitt gestalteten die Bremer ausgeglichen und hatten sogar den Satzgewinn vor Augen. Christoph Völkers übernahm über die Diagonale ebenso Verantwortung wie Debütant Jan Hencke – der nach Spielschluss sogar zum wertvollsten Spieler seitens der Hausherren gekürt wurde. Nach fünf Punkten in Serie führte 1860 Mitte des dritten Satzes mit 13:12, über 18:16 und 20:18 lag der erste Satzgewinn in Reichweite. In der Endphase setzten die stark aufschlagenden Gäste schmerzhafte Nadelstiche und sicherten sich mit ihrem ersten Matchball schließlich den Sieg. „Es war unter den schwierigen Umständen ein tolles Spiel von uns, auf das sich für die kommenden Begegnungen aufbauen lässt“, zeigte sich Mateo Witt trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Aufgabe in zwei Wochen“, wies Witt auf das anstehende Spiel in der Halle am Baumschulenweg gegen den VC Osnabrück hin (Sonnabend, 10. Oktober, 19.30 Uhr).

Bremen 1860: Müller, Hencke, Fahrenbach, Röpke, Fischer, Divanoglu, Witt, Dettmann, Volkers.

Quelle: Christian Markwort
Weser-Kurier, Stadtteilkurier Mitte/Nordost, Seite 6, Ausgabe 28.09.2020
Bild: Katja Nonnenkamp-Klüting
Bildunterschrift: Khil Bhashyam ­versucht hier den gegnerischen Block mit einem Lob zu überwinden. Letztlich musste er sich mit Bremen 1860 den Vallstedt Vechelde Vikings mit 0:3 ­beugen.

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