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Vereinsleben

Gesellschaftspolitisches Engagement

Wer schnappt sich den Stern? Es locken 10.000 Euro: Diese sieben Bremer Sportvereine haben sich mit unterschiedlichen Projekten beworben Seit 2004 werden die Sterne des Sports vergeben. Gesellschaftspolitisches Engagement der ­Vereine soll damit gefördert werden.

Bremen. Dem 18. November fiebern sieben Bremer Sportvereine besonders entgegen. Der Grund: An diesem Tag werden wieder die Sterne des Sports vergeben. Seit 2004 führt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit den deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken diesen Wettbewerb durch, bei dem gesellschaftspolitisches Engagement der Sportvereine prämiert wird. In Bremen haben sich sieben Vereine mit unterschiedlichen Projekten beteiligt. Der Bremer Sieger bekommt 2500 Euro und wird Ende Januar am Bundesentscheid in Berlin teilnehmen. Dort ist der erste Platz mit 10.000 Euro prämiert. Die Bewerber und Projekte im Überblick:


Blumenthaler TV (750 Mitglieder): Name des Engagements: „Ich & Du – Tanz-Sport-Spaß und Spiel für Alle“. Über 200 Mitglieder bewegen sich in der Gymnastik-, Tanz- und Geräteturnabteilung. In der Pandemiezeit gab es Mutter-, Vater-, Kind-Online-Training. Dazu gab es Angebote für Kinder, Jugendliche, Studenten und Azubis. Zudem haben zwölf Übungsleiterinnen mit verschiedenen Programmen Onlinetraining für alle angeboten. Freunde aus der Schule oder der Nachbarschaft durften auch mit reinschnuppern.

Bremer Sport-Club (1600 Mitglieder): Name des Engagements: „Du paddelst nicht allein – Weser Pinkies“. Das Team „Weser Pinkies“ ist das erste Pink Paddler Team aus Bremen, das 2017 vom Bremer Sport Club und der Bremer Krebsgesellschaft gegründet wurde. Unter dem Namen Pink Paddler gibt es in­ternational bereits zahlreiche Teams, in denen in erster Linie Brustkrebs-Patien­tinnen gemeinsam in einem Boot sitzen. In Deutschland wächst die Zahl der Teams seit 2010 stetig. Gepaddelt wird mit bis zu 20  Paddlerinnen im Standardboot. Das Team kompensiert mögliche, auch therapie­bedingte Schwächen, sodass auch während der Chemotherapie teilgenommen werden kann.


TS Woltmershausen (1300 Mitglieder): Name des Engagements: Digitaler Handball-Mitmachtag/Digitales Training im TS Woltmershausen. Durch die Beschränkungen im Handballsport wurde mit externen Partnern ein digitaler Mitmachtag für Junioren und Senioren organisiert, an dem den Teilnehmern im heimischen Wohnzimmer ein Programm zum Anschauen, Mitmachen und Mitlachen geboten wurde. Fitness- und Koordinationsübungen, Infos zum Handballsport und die gemeinsame Bewegung und digitales Zusammenkommen standen im Fokus. Der Mitmachtag stellte den Auftakt zu einem sechswöchigen Sportprogramm dar, das jeden Freitagabend sowohl Mitgliedern als auch Nicht-Mitgliedern angeboten wurde.


Bremen 1860 (5000 Mitglieder): Name des Engagements: Nachhaltiges Outdoorgym. Ein ungenutzter Platz auf dem Vereinsgelände wurde zu einem nachhaltigen Steinzeit-Outdoorgym verwandelt – nicht nur für die Zeit der Pandemie, sondern dauerhaft. Das Outdoorgym „1860 B.C. Functional Fitness“ wurde von Projektleiter Sean Albers und ehrenamtlichen Helfern aus Baumstämmen und Steinen gebaut. Das Projekt wurde durch ein Crowdfunding finanziert. 1860 hofft, dass dieses Angebot auch in anderen Vereinen umgesetzt wird, weil für das spezifische Training mit Geräten aus Baumstämmen und Steinen die Flächen schnell auf- und abgebaut werden können.


Bremer Hockey-Club (1312 Mitglieder): Name des Engagements: Gemeinsam gegen Corona. Auf der Hockey-Anlage in Oberneuland wurde ein Corona-Testzentrum eingerichtet. Damit wurden Mitgliedern und Anwohnern die Möglichkeit gegeben, sich kostenlos auf Corona testen zu lassen. Damit sollte das Sportangebot im BHC sicherer gemacht werden. Ein Kursraum des Fitnessstudios wurde in einen Testraum verwandelt, alle benötigten Materialien besorgt und Personal gewonnen. Viele BHC-Mitglieder engagierten sich ehrenamtlich.


Reitclub St. Georg (119 Mitglieder): Name des Engagements: Herausforderungen anpacken: E-Learning im Reitclub St. Georg. Weil Reitanfänger in Corona-Zeiten unter den jugendlichen Reitern am häufigsten pausieren mussten, wurden sogenannte E-Learning-Einheiten produziert. Damit wurde wichtiges Basis-Wissen, die Sicherheit und das Selbstvertrauen der Reitanfänger am Pferd verbessert. Mithilfe von Lernvideos und Fragebögen erarbeiten sich die Kinder und Jugendlichen grundlegendes Fachwissen von zu Hause aus.


Tura Bremen (2200 Mitglieder): Name des Engagements: Youtube Projekt. Mitten in Corona wurde ein Youtube-Kanal aufgebaut, um die Vielfältigkeit des Vereins sichtbar zu machen. So sollten auch neue Mitglieder gewonnen werden. Das Youtube-Projekt ist an alle Menschen gerichtet, der Zugang frei. Das Motto lautet: Wir bringen Tura zu unseren Mitgliedern und Interessierten nach Hause, wenn sie Tura aktuell nicht selbst besuchen können.

Quelle: Mathias Sonnenberg
Weser-Kurier-Kurier, Seite 26, Ausgabe 04.11.2021
Bild: Bremen 1860

 

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