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Rhythmische Sportgymnastik

Turnerinnen ohne Vorfreude zur DM

 
Larissa Drygala ist besorgt. Die Landestrainerin am Bundesstützpunkt der Rhythmischen Sportgymnastik in Bremen hat das Gros ihrer Gymnastinnen auf ungewisse Zeit in eine Trainingspause geschickt, "die Gesundheit", sagt sie, "hat ganz klar Vorrang". Eine kleine Gruppe aber setzt das Training noch fort. Es sind die Kaderathletinnen des Stützpunktes, die sich mit behördlicher Sondergenehmigung weiter auf die deutsche Meisterschaft im Mehrkampf und in den Einzelkategorien vorbereiten dürfen, die am Donnerstag und Freitag in Düsseldorf stattfinden soll. Eine Veranstaltung, die Drygala Bauchschmerzen bereitet. "Es ist schon eigenartig, dass diese Meisterschaft nicht auch abgesagt wird", sagt sie mit Blick auf den ausrichtenden Deutschen Turnerbund (DTB). Der für das Wochenende angesetzte Bundesligawettkampf in Bielefeld wurde ebenso schon abgesetzt wie das Bundesligafinale am 28. November in Bremen. Am Termin der DM aber wird festgehalten, "womöglich aus Angst vor Regressforderungen für Hallenmiete und Hotelkosten", vermutet Drygala. Über eine Absage habe man im Bremer Team um Julia Stavickaja und Lillie Schupp intensiv nachgedacht, die Nichtteilnahme könnte aber entscheidenden Einfluss auf die Kadernominierungen haben, sagt Larissa Drygala. Die ganze Situation sei prekär, eigentlich müsste man zu Hause bleiben. "Wir sehen das sehr zwiespältig."

Quelle: Frank Büter
Weser-Kurier, Seite 56, Ausgabe 03.11.2020
Bild: Bremen 1860

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